Michael Mittermeier bietet Expert*innen die Bühne bei #PassTheMic

Comedian übergibt Social-Media-Kanäle an Virologen Prof. Dr. Kekulé und südafrikanische Gesundheitsaktivistin Dr. T

Angefangen mit Julia Roberts und Dr. Anthony Fauci startete die Entwicklungsorganisation ONE Ende Mai die Aktion #PassTheMic – zu Deutsch: Das Mikro weitergeben. Bei #PassTheMic überlassen Prominente einen Tag lang ihre Social-Media-Accounts den Menschen, die in Zeiten der Corona-Pandemie wirklich etwas zu sagen haben: Expert*innen aus Gesundheit, insbesondere aus der Forschung und der Medizin, Wirtschaft und Entwicklungspolitik. ONE setzt sich international für die Bekämpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten ein. Schwerpunkt der Arbeit ist Afrika südlich der Sahara.

Morgen überlässt Comedian Michael Mittermeier gleich zwei Expert*innen die digitale Bühne: Der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekulé, der die Bundesregierung 12 Jahre lang zum Seuchenschutz beraten hat, übernimmt für einen Tag Mittermeiers Facebook-Account. Zeitgleich hostet die südafrikanische Frauenärztin und Gesundheitsaktivistin Dr. Tlaleng Mofokeng alias Dr. T den Instagram-Kanal des Comedians. Während Kekulé vor allem darauf eingeht, wie die Pandemie national wie global bekämpft werden kann, gibt Dr. T einen Einblick in die Situation in Südafrika, insbesondere von Frauen und Mädchen. Das Land am Kap hatte als Reaktion auf die Corona-Pandemie eine der striktesten Lockdown-Maßnahmen weltweit durchgeführt. 

Michael Mittermeier sagt zu #PassTheMic: „In Bayern, wo ich herkomme, gab es relativ früh ziemlich strikte Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen. Kaum einer von uns hat eine derartige Extremsituation schon mal erlebt. All die Beschränkungen in unserem täglichen Leben sind heftig. Klar gab’s hier und da Murren und den einen oder anderen Grantler, aber den meisten war klar: Wenn wir nicht zusammenhalten, wird uns das Virus noch viel härter treffen. Das trifft nicht nur auf Bayern oder Deutschland zu, sondern auf die ganze Welt. Keiner ist sicher, wenn nicht alle geschützt sind. Und solange es keinen Corona-Impfstoff gibt, müssen wir weiter auf Zusammenhalt und die Wissenschaft setzen. Daher mache ich für einen Tag mal Sendepause auf Social Media und übergebe meine Accounts denjenigen, die gerade in die Bresche springen, damit es uns allen besser geht.“ 

Prof. Dr. Alexander Kekulé, Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle, sagt: „In der Not denken viele Menschen und auch manche Staaten zuerst an sich selbst. Das Virus können wir aber nur gemeinsam bekämpfen. Der Kampf gegen tödliche Krankheitserreger findet an der äußersten Verteidigungslinie der menschlichen Art statt. Die Pandemie verpflichtet jeden einzelnen zur Mitmenschlichkeit und die Staaten zum Multilateralismus.

Am 21. Mai begann US-Schauspielerin Julia Roberts mit #PassTheMic. Für einen Tag überließ sie Ihren Instagram-Account dem US-Virologen Dr. Anthony Fauci.

Carolin Kebekus machte am 8. Juni in Deutschland den Anfang und überließ ihren Facebook-Account ebenfalls zwei Expertinnen, UKE-Infektiologin Prof. Dr. med. Marylyn Addo sowie der liberianischen Unternehmerin Naomi Tulay-Solanke. Am kommenden Montag überlässt Motsi Mabuse der südafrikanischen Menschenrechtsanwältin Melene Rossouw ihren Instagram-Account.  


ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.


Bild:#PassTheMic