Verkehrswende in Münster startet jetzt

Goldstraße wird umgestaltet

Kfz-Stellplätze entfallen / Wichtiger Baustein der Veloroute Münster-Greven

Die Goldstraße ist zwar schon heute eine Fahrradstraße, als solche aber kaum wahrnehmbar. Verblasste Piktogramme und beidseitig parkende Autos lassen nicht erkennen, dass hier der Radverkehr gebündelt werden soll und Vorrang hat. Dies wird sich nun ändern. Auf der Veloroute von Münster über Sprakel nach Greven wird die Goldstraße zwischen Bohlweg und Piusallee ab Montag, 15. Juni, entsprechend der für Fahrradstraßen geltenden Qualitätsstandards umgestaltet.

Das heißt: Per Rollplastik-Verfahren wird eine Rotmarkierung aufgetragen, die den Radfahrer mehr in den Fokus rücken lässt. Ergänzend werden deutlich sichtbare Fahrrad-Piktogramme aufgebracht. Und: Auf der süd-östlichen Straßenseite werden 80 bislang kostenlos nutzbare Kfz-Stellplätze im öffentlichen Raum entfallen, um einen verkehrssicheren und komfortablen Begegnungsverkehr zu ermöglichen. Ein „aufgesatteltes Parken“ auf der gegenüberliegenden Seite ist aber nach wie vor möglich.

Michael Grimm, Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau, erklärt die Notwendigkeit der Maßnahmen: „Wir läuten gerade auf kommunaler Ebene die Verkehrswende ein. Unser Ziel ist es, auch möglichst attraktive und durchgängig komfortable Angebote für Radfahrer zu realisieren. Denn so schaffen wir eine sichere, schnelle und komfortable Alternative zur Kfz-Nutzung.“

Gleichzeitig zeigt Grimm Verständnis, dass der Wegfall von Kfz-Stellplätzen nicht überall für Beifall sorgen wird: „Klar verstehen wir, dass für einige unmittelbare Anlieger der Wegfall der Stellplätze im ersten Moment einschränkend wirken mag. Aber man sollte nicht verkennen, dass sich dadurch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Straßenraum erheblich steigert. Die Auswirkungen auf das Parken im Quartier werden wir beobachten und auch prüfen, ob eine Bewohnerparkzone eingerichtet werden kann.“