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Freitag, August 19, 2022

Barcelona und Katalonien geschockt: Palau-Chefs veruntreuen Millionen

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Der langjährige Präsident des Palau de la Música Catalana (Palast der katalanischen Musik), Fèlix Millet, und der Verwaltungsdirektor Jordi Montull haben gestanden, in den vergangenen Jahren 3,3 Millionen Euro unterschlagen zu haben.

Die Ermittler gehen nach spanischen Presseberichten davon aus, dass der Schaden sich sogar auf über zehn Millionen Euro belaufen dürfte. Millet und Montull waren nach Beginn der Ermittlungen von ihren Posten zurückgetreten.

Der Skandal bedeutet einen schweren Schock für Katalonien, die wirtschaftsstärkste Region Spaniens.

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Der Konzertsaal im Zentrum Barcelonas ist ein Aushängeschild der katalanischen Kulturszene. Das Gebäude des Architekten Lluís Domènech i Montaner war 1997 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt worden.

Der Bau des Palasts Anfang des 20. Jahrhunderts war von katalanischen Industriellen und wohlhabenden Musikfreunden finanziert worden.

Der Konzertsaal gehört einer Stiftung, die Gelder von fast 400 Sponsoren und Unternehmen erhielt. "Die katalanische Bourgeoisie befindet sich in einem Schockzustand", schrieb die Zeitung "La Vanguardia".

Offenbar hatten jahrelang bei der Prüfung der Bilanzen alle Kontrollmechanismen versagt. Der Musikpalast wird von einem Konsortium betrieben, dem die katalanische Regionalregierung, die Stadt Barcelona und das spanische Kulturministerium angehören.

Millet soll mit Stiftungsgeldern unter anderem seine Villen ausgebaut und teure Privatreisen für seine Familie finanziert haben (SAZ, dpa).

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Foto: Wikipedia

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