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Freitag, August 12, 2022

Opel-Krise: Spanisches Werk effizienter als deutsche Standorte

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Während im spanischen Saragossa Arbeiter durchschnittlich 19,5 Stunden und im englischen Ellesmere Port 23,2 Stunden brauchen, um ein Auto zusammenzubauen, sind es in Bochum 24,4 und in Rüsselsheim 33,1 Stunden.

Das geht aus Daten der bisherigen Opel-Mutter General Motors hervor, die die Zeitung "Financial Times" am Samstag veröffentlichte.

Das Opel-Werk im englischen Luton, bei dem Gewerkschaften die Schließung fürchten, war demnach im vergangenen Jahr das viert-effizienteste in Europa.

Die Angaben beziehen sich auf Dezember 2008. Die Montagezeit pro Auto ist einer der Faktoren, um die Produktivität eines Werkes zu bewerten. Allerdings geht aus den Daten nicht genau hervor, auf welche Modelle sich die Stundenzahl bezieht.

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Allgemein braucht es weniger Zeit, einen Corsa zusammenzubauen als einen größeren Wagen wie den Insignia. In Ellesmere Port wird beispielsweise der Astra gebaut, in Saragossa hauptsächlich die Modelle Corsa und Meriva.

Dennoch könnten die Daten Wasser auf die Mühlen von Politikern in Großbritannien oder Spanien sein. Dort herrscht Unmut, weil man vermutet, dass bei der Opel-Übernahme durch den Zulieferer Magna die deutschen Werke bevorzugt werden.

Die Bundesregierung hatte eine Übernahme durch Magna unterstützt und gleichzeitig Staatshilfen über 4,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Opel hat acht Auto-Produktionswerke in Europa. Auf der Streichliste des kanadisch-österreichischen Zulieferers und seiner russischen Partner stehen rund 10.500 Stellen, davon etwa 4.500 in Deutschland.

Gewerkschaften befürchten, dass am spanischen Standort Saragossa rund 1.650 der insgesamt 7.500 Jobs gestrichen werden sollen.

Am Rande des G20-Gipfels im amerikanischen Pittsburgh sprachen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero über die Zukunft des Autobauers. Das bestätigte Zapatero nach dem Ende des Gipfels.

Er habe dabei die Bedeutung des Standorts Saragossa hervorgehoben. "Wir sind bereit, die Zukunft Opels zu unterstützen", sagte Zapatero. "Saragossa ist der wettbewerbsfähigste Standort, den Opel hat, und wir werden ihn verteidigen." (SAZ, dpa)

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Foto: Wikipedia

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