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Sonntag, Juni 26, 2022

Regierung will „100 Prozent“ Entschädigung – und droht mit Ärger

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Spanien will am Dienstag auf dem EU-Sondertreffen zur EHEC-Krise eine umfassende Entschädigung für ihre Gemüseproduzenten fordern.

Die Produzenten müssten zu „100 Prozent“ für ihre Ausfälle entschädigt werden, forderte Landwirtschaftsministerin Rosa Aguilar. Sie kündigte an, am Dienstag genaue Zahlen zum Gesamtschaden vorzulegen, der entstanden war, weil spanische Gurken zwischenzeitlich als mögliche Quelle für die Erkrankungen mit dem lebensgefährlichen EHEC-Darmkeim ins Visier geraten waren.

„Wir haben Deutschland gesagt, dass es für den von ihm verursachten Schaden aufkommen muss“, sagte Aguilar weiter. „Wenn es unsere Forderungen zu 100 Prozent erfüllt, ist die Affäre für uns beendet, wenn nicht, behalten wir uns rechtliche Schritte vor“, drohte sie. Gleichzeitig warf sie der EU vor, die
Krise nicht „allzu gut gehandhabt“ zu haben.

Nach Angaben des spanischen Hauptexportverbands für Agrarprodukte, FEPEX, hat sich das Land bislang nicht völlig von den Export-Einbrüchen bei Gemüse erholt. Hinzu kämen auch Absatzschwierigkeiten bei Obst, die seit dem 27. Mai zu einem 35-prozentigen Preisverfall geführt hätten. Eine Verbandssprecherin bezifferte den Gesamtschaden auf bis zu 200 Millionen Euro pro Woche. (SAZ, AFP)

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