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Sonntag, August 7, 2022

Spanischer Jockey fürs Springpferd: Alonso will wie Schumi sein

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"Ich würde gern so viele Titel wie Michael mit Ferrari gewinnen", sagte der zweimalige Weltmeister in Suzuka, "aber das wird ziemlich schwierig".

Mit dem siebenfachen Champion, der einst sein Erz-Rivale war und längst als Berater der Scuderia arbeitet, verbinde ihn die Hingabe und die Leidenschaft, schwärmte der Spanier.

Und Schumacher selbst ließ es sich nicht nehmen, seinen einstigen Rivalen und künftigen Teampartner willkommen zu heißen. Öffentlich erstmal via Internet.

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"Fernando bei Ferrari, das freut mich sehr. Ich war ja von Anfang an in die Entscheidungsfindung involviert, und ich fand die Vorstellung immer gut", schrieb Schumacher auf seiner Homepage. Alonso werde sich sicher wohl fühlen bei der Scuderia. "Und ich kann nur sagen: Willkommen, Fernando!"

Der für 2010 verkündete Wechsel wird heftige Bewegungen auf dem Fahrermarkt bewirken. Seinen Kumpel Robert Kubica will Alonso als seinen Nachfolger zu Renault lotsen. Der vom Iberer verdrängte Kimi Räikkönen flirtete in Japan mit McLaren-Mercedes.

Ferraris neuer Hoffnungsträger versprach unterdessen eine lange Traum-Ehe mit dem Traditionsrennstall. "Ich denke, Ferrari wird mein letztes Team sein. Ich will meine Karriere dort beenden", sagte Alonso.

Bestürmt von Medien und Fans gab sich der 28-Jährige in Suzuka gelöst und war am Tag nach der Bekanntgabe des Transfers sogar zu Scherzen aufgelegt. "Ich bin extrem glücklich und freue mich auf die Herausforderung", erklärte der Champion von 2005 und 2006.

Wie einst Schumacher, der mit Benetton seine ersten Titel gewann, kommt Alonso mit zwei WM-Trophäen im Gepäck nach Maranello.

Ferrari- Chef Luca di Montezemolo Luca di Montezemolo zog wegen des Hypes um den Wechsel prompt Parallelen zur glorreichen Vergangenheit. "An so einen Enthusiasmus kann ich mich nur kurz vor der Einigung mit Schumacher vor vielen Jahren erinnern", meinte di Montezemolo.

"Alonso auf den Spuren von Michael Schumacher", schrieb die spanische Zeitung El Pais. "Alonso und Ferrari – es ist vollbracht", hieß es bei Tuttosport aus Italien. Und der Corriere dello Sport urteilte: "Jetzt ist wieder ein starker Mann da."

Bei aller Vorfreude auf den "spanischen Jockey für das Springende Pferd" (Marca) ist das Traditionsteam allerdings bedacht, die vorzeitige Trennung vom Finnen Räikkönen sauber zu vollziehen.

"Diese Entscheidungen sind nie einfach. Aber wir mussten sie treffen, weil wir das Beste für das Team wollen", erklärte Teamchef Stefano Domenicali.

Berichte über eine gigantische Abfindung für den Weltmeister von 2007 und ein Jahresgehalt von 25 Millionen Euro für Alonso wies der Rennstall empört zurück. "Die genannten Zahlen haben absolut nichts mit der Realität zu tun. Es ist einfach, Zahlen zu schreiben und dabei zu vergessen, dass sich die Welt kürzlich verändert hat", teilte Ferrari mit.

Räikkönen gab sich in Suzuka gewohnt unterkühlt. "Ich habe schon etwas länger gewusst, dass ich nächstes Jahr nicht mehr für Ferrari fahre", behauptete der 29-Jährige.

Zugleich heizte er Spekulationen um eine Rückkehr zu den Silberpfeilen an. "Mein Ziel ist es, im kommenden Jahr in einem Auto zu sitzen, mit dem ich um den Titel kämpfen kann. Ich kann nichts Schlechtes über McLaren sagen. Das ist eine Option", erklärte Räikkönen im üblichen Flüsterton.

Renault will in der kommenden Woche verkünden, wer Alonso ersetzen wird. Der "verlorene Sohn" machte sich für den Polen Kubica stark, der nach dem Ausstieg von BMW einen neuen Arbeitgeber sucht (SAZ, dpa).

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Foto: dpa

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