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Samstag wurde der neue Bahnhof in MS – Roxel eröffnet

Erste Züge und Busse halten ab sofort in Münster-Roxel

Am vergangenen Samstag, dem 13. Dezember, wurde an der Bahnstrecke Münster –Coesfeld der neue Bahnhaltepunkt Münster-Roxel eröffnet. Mit einer symbolischen Begrüßung der ersten Züge nahmen die Verantwortlichen den Haltepunkt damit noch vor dem Fahrplanwechsel in Betrieb.

Seitdem halten die Züge der Regional-Bahn-Linie RB 63 (Münster – Coesfeld) stündlich in Münster-Roxel. Die Überlegungen zur Reaktivierung des Haltepunktes Münster-Roxel reichen bis ins Jahr 1992 zurück. Im Rahmen der Modernisierung der Bahnstrecke für einen Halbstundentakt, die unter anderem eine Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, den Bau eines Begegnungsgleises im Bahnhof Lutum und den Bau eines zusätzlichen Haltepunktes am Schulzentrum in Coesfeld umfasste, wurden auch in Münster-Roxel und Münster-Mecklenbeck neue Haltepunkte vorgesehen. Während letzterer wegen komplizierter Stellwerksanpassungen frühestens 2018 ans Netz gehen dürfte, wurde der Haltepunkt in Roxel nun feierlich eröffnet.

Nach umfangreichen Planungen zwischen der Stadt Münster, den Stadtwerken und der DB Station&Service AG konnte das Vorhaben im Frühjahr 2014 mit Förderung des Landes NRW in Angriff genommen werden. Konzeptioneller Ansatz der Verkehrsplaner war zum Einen die Schaffung einer schnellen Verbindung für die Roxelaner in Richtung Innenstadt und zum Anderen die Schaffung einer zielorientierten Umsteigemöglichkeit von der Regionalbahn auf die Stadtbusse für Pendler aus dem westlichen Umland mit Zielen im Westen des Stadtgebietes, z.B. Unikliniken. Dazu sind insgesamt ca. 712.000 Euro investiert worden, um einen neuen 120 Meter langen und 76 cm hohen Bahnsteig zu bauen und ihn mit Wetterschutz, Fahrgastinformations-Stele und barrierefreiem Zugang auszustatten.

Damit ist der Einstieg in die Züge der RB 63 von Beginn an stufenlos möglich. Eng verbunden mit dem Bahnhaltepunkt wurde von der Stadt Münster und den Stadtwerken besonderer Wert auf eine gute Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln gelegt. Als „Mobilstation Bahnhof Roxel“ wurde eine Buswende mit integrierter Park&Ride-Anlage konzipiert und gebaut. Insgesamt stehen 33 Pkw-Stellplätze und 130 Stellplätze für Fahrräder, davon 58 überdachte in der „Leezenbox“ den Nutzern seit Samstag zur Verfügung.

An einem gemeinsamen, barrierfreien Bahnsteig für Bus und Bahn halten die Buslinien 1, 10, T10 und T20 der Stadtwerke künftig„ Kante an Kante“ mit den Zügen, so dass mit kurzen Wegen umgestiegen werden kann. Für die P&R- Anlage wurden mit Förderung des Landes weitere rund 790.000 Euro investiert.

„Mit der Eröffnung des neuen Bahnhaltepunktes und der Verknüpfung von Bus und Bahn verfügt der Stadtteil Roxel über eine besonders schnelle Verkehrsanbindung in die City. So gewinnt Roxel nochmals an zusätzlicher Attraktivität“, machte Oberbürgermeister Markus Lewe deutlich.

Die gute Verkehrsanbindung an die Innenstadt und weiter bis zum Zentrum Nord stellte auch Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL und Verbandsvorsteher des ZVM heraus. „In nur 10 Minuten erreichen Sie nun von Roxel aus den Hauptbahnhof Münster. Montags bis freitags besteht darüber hinaus eine stündliche Direktverbindung bis zum Zentrum Nord. Vorerst jede Stunde – nach Fertigstellung des Kreuzungsbahnhofs in Mecklenbeck zur Hauptverkehrszeit sogar halbstündlich – bestehen damit attraktive Verbindungen u. a. in die Innenstadt, die die Roxeler sicherlich gerne nutzen werden.“

Auch Stephan Boleslawsky, Leiter des Bau- und Anlagenmanagements der DB Station & Service AG und Vertreter der Eigentümerin und Betreiberin des neuen Haltepunktes pflichtete ihm bei: „Der Neubau der Station Münster-Roxel ist erfolgreich abgeschlossen. Damit hat der Stadtteil Roxel eine deutlich verbesserte Verkehrsanbindung an die Kernstadt sowie in Richtung Coesfeld“.

Zum vollständigen Abschluss der Inbetriebnahme des Haltepunkts werden nun noch die Arbeiten im Bereich des Bahnübergangs fortgeführt. Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, Regionalniederlassung Münsterland, wird der Übergang mit neuester Signaltechnik ausgestattet und die Pienersallee Landesstraße 529 (L 529) ausgebaut. Dies beinhaltetdie sichere Führung der Fußgänger und Radfahrer auf beidseitigen, separaten Geh- und Radwegen und die gesicherte Querung der Gleise. Zudem werden die Fahrbahn der L 529 und die angrenzenden Straßeneinmündungen für ein sicheres Einbiegen und Abbiegen verbreitert. Die Zufahrt zum neuen Haltepunkt wird für den Busverkehr zum und vom neuen Bahnhof Roxel angepasst.

Aufgrund von Fahrbahnarbeiten am Bahnübergang Pienersallee werden die Buslinien 1, 10, N80, T10 und T20 den neuen Verknüpfungspunkt erst in einigen Tagen regelmäßig bedienen. Die letzten Bauarbeiten werden voraussichtlich spätestens im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein.

Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke, freut sich besonders über die gelungene multimodale Verzahnung. „Die Linie 1 fährt den neuen Bahnhof im 20-Minuten-Takt aus und nach Roxel an, die Linie 10 wochentags stündlich. Wer lieber mit dem Rad vom oder zum Zug fährt, kann das neue Stadtwerke-Angebot der Leezenbox nutzen. Dort stehen die Räder nicht nur sicher vor Wind und Wetter, dank elektronischem Schließsystem sind sie auch vor Diebstahl und Beschädigung geschützt.

Stellplätze in der neuen Leezenbox können ab sofort in den Stadtwerke-Servicezentren oder unter

www.stadtwerke-muenster.de/leezenbox beantragt werden.“ Passend für die Leezen gab es kostenlose Sattelhauben von der Stadtwerke.

Bis 1982 verfügte der Münsteraner Stadtteil Roxel schon einmal über einen Bahnhof an der Baumbergebahn zwischen Münster und Coesfeld. Seinerzeit sinkende Reisendenzahlen veranlassten die Bundesbahn, den Halt stillzulegen.

Seither hat sich Vieles verändert: die städtebauliche Entwicklung lässt in Roxel ebenso neues Potenzial für einen Haltepunkt erkennen, wie ein verändertes Mobilitätsverständnis der Gesellschaft. Eine umweltfreundliche Mobilität ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit und der Ruf nach einem Bahnhaltepunkt damit immer lauter geworden. Auch die Attraktivität der Bahnstrecke hat durch den Ausbau in den vergangenen Jahren deutlich gewonnen – inzwischen nutzen täglich ca. 4.200 Reisende die Züge der RB 63 zwischen Münster und Coesfeld.

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