Tag Archives: Spendengelder

Unwetterhilfe Greven & Münster

Greven.

Wer in der Unwetternacht alles verloren hat, keine Versicherung und keine ausreichenden Mittel hat, um sich zu helfen, kann finanzielle Unterstützung aus den Geldern, die auf den Spendenkonten der Stadt Greven eingegangen sind, erhalten. Ab Donnerstag, 7. August wird dazu eine Anlaufstelle im Rathaus eingerichtet. Dort kann bis zum 22.08. ein Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt werden.
„Die finanzielle Hilfe ist für die Bürger, die nicht in der Lage sind, sich kurzfristig dringend notwendigen Ersatz allein zu finanzieren“ erläutert der Erste Beigeordnete Wolfgang Beckermann. Im Klartext: wer ein bestimmtes Nettoeinkommen übersteigt, über Vermögen verfügt oder Versicherungsleistungen erhält, bekommt keine Unterstützung.

Die Höhe der finanziellen Hilfe, die Betroffene erhalten, orientiert sich an den Pauschalen, die auch im Bereich der Sozialleistungen erhalten. Wenn beispielsweise die Waschmaschine nicht mehr funktioniert, so gibt einen Satz von 168 Euro, bei einem Elektroherd sind es 40 Euro Die Stadt möchte lange Wartezeiten und Unzufriedenheit bei den Betroffenen vermeiden. Darum muss telefonisch ein Termin vereinbart werden. Dazu ist eine telefonische Hotline eingerichtet worden. Sie ist am Donnerstag, 07.08. von 8 bis 10 und von 14 bis 15:30 Uhr erreichbar.  Vom 09. Bis 22.08 ist die Hotline in der Zeit jeweils in der Zeit von 8 bis 10 Uhr besetzt.
Das Antragsformular steht ab sofort im Internet unter www.greven.net/unwetterhilfe bereit. Betroffene sollten telefonisch einen Termin vereinbaren, das Antragsformular ausdrucken und ausfüllen und mit allen notwendigen Unterlagen zum vereinbarten Termin ins Rathaus, Zimmer 114 kommen.

Bürgerinnen und Bürger, die Sozialleistungen beziehen (nach SGB II, SGB XII oder dem Asylbewerb) und Schäden durch das Unwetter erlitten haben, wenden sich nicht an diese Anlaufstelle, sondern an ihre persönlichen Ansprechpartner beim Fachdienst Arbeit und Soziales. Dort können sie einen Antrag auf einmalige Hilfen stellen.
Detaillierte Informationen und das Antragsformular stehen ab sofort im Internet unter www.greven.net/unwetterhilfe


 

Missbrauch wird geahndet Terminzettel-Vergabe bewährt sich / Anträge auch noch nächste Woche möglich

Münster.

Die Nachfrage nach der städtischen Soforthilfe für Unwetter-Geschädigte ist nach wie vor hoch. Die Vergabe von Terminzetteln an die Wartenden hat die Lage bei Sozialamt und Jobcenter am Mittwoch deutlich entspannt. Aber auch erste Strafanzeigen wegen Missbrauchs wurden auf den Weg gebracht.

“Sozialamt und Jobcenter haben inzwischen weit über 2000 bedürftigen Haushalten mit durchschnittlich rund 1000 Euro schnell und unbürokratisch geholfen”, sagt Dagmar Arnkens-Homann, Leiterin des Sozialamtes. “So konnten wir Schäden, Sorgen und Verzweifelung von Menschen in großer Not zumindest lindern.”

Wie angekündigt wird aber auch geprüft und kontrolliert, beispielsweise durch Adressabgleiche. Können Zweifel an der Bedürftigkeit im Beratungsgespräch bei der Antragsstellung nicht ausgeräumt werden, wird auch jetzt schon mit unangemeldeten Besuchen vor Ort kontrolliert, ob die eidesstattlich versicherten Schäden wirklich vorliegen. “In gut zehn Fällen haben wir das Geld schon zurückgeholt und Strafanzeige erstattet”, so Arnkens-Homann. Auch der Ermittlungsdienst des Jobcenters ist unterwegs.

So entspannt das Miteinader tagsüber ist, zur Öffnungszeit um 8 Uhr warteten auch am Mittwoch, 6. August, wieder hunderte Menschen  ohne Terminzettel vor den Türen von Jobcenter und Sozialamt. Um für die Sicherheit der Wartenden zu Sorgen wird deshalb der Straßenabschnitt direkt vor dem Sozialamt ab Donnerstag, 7. August, bereits in den frühen Morgenstunden gesperrt. Ordnungskräfte werden die Terminzettelvergabe begleiten, dieses Verfahren wird auch in der nächsten Woche fortgeführt. So wird sichergestellt, dass alle, die einen Zettel mit einem Termin für die nächsten Tage erhalten haben, die Straße auch verlassen.

Ohnehin wird die finanzielle Soforthilfe nur gezahlt an Menschen ohne Versicherung und ohne eigene finanzielle Mittel, um sich aus der existenziellen Not zu helfen. Wer Leistungen vom Jobcenter bezieht, ist dort im Stadthaus 2, Ludgerikreisel, richtig. Alle anderen beim Sozialamt, Hafenstraße 8.