Weltlage: 80 Unternehmen tauschen sich in Essen zum Thema Sicherheit und Resilienz aus

Essen (ots) –

– Initiativkreis Ruhr startet mit sicherheitspolitischem Fokus ins Frühjahr
– Zwei neue Mitglieder erweitern Bündnis auf Rekordgröße
– Neue Bildungsinitiative adressiert Fachkräftemangel

Die weltpolitische Lage verschärft sich und die Wirtschaft reagiert: Wie können Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit angesichts globaler Spannungen stärken? Darüber diskutierten Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Institutionen bei der Vollversammlung des Initiativkreis Ruhr in Essen mit hochkarätigen Impulsgebern: Armin Laschet MdB als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages übernahm die politische Perspektive. Oberst i.G. Armin Schaus, Operatives Führungskommando der Bundeswehr, stellte den Operationsplan Deutschland in den Mittelpunkt. Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Verteidigungsindustrie (BDSV) hob hervor, warum wir bis 2029 „kriegstüchtig“ werden müssen. Die ethische Perspektive vertrat Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, als Bischof von Essen und Militärbischof der Bundeswehr. Gastgeber der Veranstaltung war die Bank im Bistum Essen mit Vorstandssprecher Dr. Peter Güllmann.

„Wir müssen jetzt resilienter werden“ – Debatte zur Sicherheitslage

„Die veränderte Sicherheitslage betrifft auch die Unternehmen. Wir müssen uns jetzt damit auseinandersetzen, wie wir widerstandsfähiger werden. Der Initiativkreis Ruhr wird dieses Thema in diesem Jahr auf die Agenda setzen und die Kraft der 80 Unternehmen aus 16 Branchen nutzen. Die Vollversammlung markiert dafür den Auftakt“, sagte Guido Kerkhoff, Moderator des Initiativkreises und CEO von Klöckner & Co. Armin Laschet, MdB und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses betont: „Russlands Krieg gegen die Ukraine oder auch die iranische Blockade der Straße von Hormus sind nur zwei Beispiele, die uns aufzeigen, dass internationale Krisen auch unmittelbare Auswirkungen auf das Ruhrgebiet haben können. Deutschland lebt vom Export und ist zugleich abhängig von Rohstoffimporten. Resilienz gegenüber internationalen Krisen muss deshalb die Sicherheit unserer Handelswege und unserer Versorgung stärker in den Blick nehmen, aber auch die Sicherheit kritischer Infrastrukturen in Deutschland selbst.“

Rekordzahl: 80 Unternehmen im Initiativkreis Ruhr

Das Wirtschaftsbündnis wächst weiter: Mit dem Flughafen Düsseldorf und der Wirtschaftskanzlei Linklaters stoßen zwei starke Partner hinzu. So erreicht der Initiativkreis Ruhr erstmals innerhalb seiner über drei Jahrzehnte andauernden Geschichte die Marke von 80 Partnerunternehmen. „Wir als Flughafen Düsseldorf engagieren uns im Initiativkreis Ruhr, nicht nur weil wir uns mit der Region verbunden fühlen, sondern nachhaltige Transformation nur im gemeinsamen Handeln von Wirtschaft und Gesellschaft gelingt – gemeinsam können wir etwas bewegen,“ sagt Pradeep Pinakatt, Geschäftsführer & Arbeitsdirektor, Flughafen Düsseldorf GmbH. Kristina Klaaßen-Kaiser, LL.M., Partnerin, Linklaters LLP begründet Ihr Engagement wie folgt: „Als internationale Wirtschaftskanzlei mit starker Präsenz in der Region wollen wir die Transformation des Ruhrgebiets aktiv mitgestalten. Der Initiativkreis Ruhr bietet dafür das passende Netzwerk.“

ZukunftsChancen.Ruhr: Auftakt für neues Bildungsprojekt

Mit ZukunftsChancen.Ruhr entwickelt der Initiativkreis Ruhr eine neue Bildungsinitiative, die Jugendliche früher bei der Berufsorientierung unterstützen und Unternehmen im Wettbewerb um Nachwuchskräfte stärken soll. Der Druck ist hoch: Bis Mitte der 2030er-Jahre werden rund 300.000 Arbeitskräfte im Ruhrgebiet fehlen, wenn die Baby-Boomer-Jahrgänge altersbedingt aus den Unternehmen ausgeschieden sind.

Für die Initiative brachten Personalverantwortliche und Ausbilderinnen und Ausbilder aus IR-Partnerunternehmen ihre Expertise ein. Die klare Erkenntnis: Die Region braucht stärkere Vernetzung und verlässliche Wege für junge Menschen in Ausbildung und Beruf. Die Initiative entsteht auf Anregung der Bildungsbeauftragten des Initiativkreises Ruhr, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, gemeinsam mit Partnern des Bündnisses wie der RAG-Stiftung, Accenture und dem Regionalverband Ruhr sowie der TalentMetropole Ruhr. Sie ist auf die Bedarfe der Unternehmen ausgerichtet. In den vergangenen 10 Jahren hat die TalentMetropole Ruhr als Bildungsstiftung des Initiativkreises Ruhr die TalentTage Ruhr veranstaltet und mit dem TalentAward Ruhr Bildungsförderer ausgezeichnet. Jetzt macht sie Platz für Neues und wird die neue Bildungsinitiative umsetzen.

„Unsere Partnerunternehmen haben sehr deutlich gemacht: Vielen Jugendlichen fehlt heute die Orientierung und längerfristige Begleitung, um ihren Weg in Ausbildung oder Studium zu finden. Mit ZukunftsChancen.Ruhr schaffen wir eine Plattform, die fundiertes Wissen über zahlreiche Berufe weitergibt und Ausbildungsplätze auf Basis der Kompetenzen und Talente der Jugendlichen vermittelt. Dies auch über Chatbots und digitale Austauschformate sowie Mentoring. So geben wir jungen Menschen ganz konkrete und verlässliche Hilfestellung, um ihren Weg in den Beruf zu finden. Gleichzeitig stärken wir den Wirtschafts- und Bildungsstandort Ruhrgebiet nachhaltig“, sagt Bildungsbeauftragte Bärbel Bergerhoff-Wodopia, die auch Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung ist.

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Quelle: ots