Stromverkäufer werben mit falschen Tatsachen

Stadtwerke arbeiten nicht mit anderen Stromvertrieben zusammen

Immer wieder melden sich in den letzten Wochen verunsicherte Stromkunden beim Stadtwerke-Kommuniaktionscenter am Hafenplatz. Die Fragen, die sie den Kundenberatern der Stadtwerke stellen, ähneln sich: Unter falschen Voraussetzungen möchten so genannte Drückerkolonnen persönliche Daten der Anwohner wie Zählernummer oder Kontoverbindung erfahren.

Dafür bedienen sie sich verschiedener Räuberpistolen: Da die ganze Straße auf einen anderen Anbieter umgestellt werde, benötigte der Vertreter die Zählernummern. Andere Drückerkolonnen behaupten, ihr Unternehmen würde mit den Stadtwerken zusammenarbeiten, man könne daher nun einen anderen Tarif wählen, sonst ändere sich nichts. Auch dafür müsse nun die Zählernummern erfasst werden. Die restlichen Kundendaten hätten sie bereits von den Stadtwerken erhalten.

Die Stadtwerke Münster weisen darauf hin, dass diese Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen.  „Diese unseriösen Vertreter werben mit unserem guten Ruf. Fakt ist: Wir arbeiten weder mit anderen Stromvertrieben noch mit so genannten Drückerkolonnen zusammen, die die Münsteraner an der Haustür aufsuchen und unter Druck setzen“, erklärt Martin Schuster, Leiter Kundenservice bei den Stadtwerken. „Erst Recht haben diese keinerlei Kundendaten von uns erhalten.“  Wer unsicher ist oder sich getäuscht fühlt und den abgeschlossenen Vertrag widerrufen will, muss allerdings schnell handeln. Dabei unterstützen die Stadtwerke ihre Kunden gern. Sie können sich unter der münsterschen Rufnummer 0251.694-1234 an sie wenden oder in die Service-Center Hafenplatz 1 und CityShop kommen.

Auch per Telefon werden Münsteraner mit dubiosen Anrufen belästigt. Eine Stimme vom Tonband behauptet, dass der Strompreis um 18 Prozent steige. Dies entspricht nicht der Wahrheit, die Stadtwerke empfehlen, in diesem Fall sofort aufzulegen und auf keinen Fall persönliche Daten herauszugeben.

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