Cornys Kalb kam am gestrigen Abend tot zur Welt!

In der Nacht von Montag auf Dienstag haben bei Corny erstmalig die Wehen Corny mit Michael Adler und Imke Lüders beim Trainingeingesetzt. Der Geburtsvorgang dauerte länger als üblich, weil das Kalb ungünstig im Geburtskanal lag. Gegen Morgen hörten die Wehen auf, so dass die Pfleger mit Corny den Tag über ein Bewegungstraining machen konnten mit dem erhofften Ziel, dass das Kalb seine Lage leicht verändert.

Am späten Mittwochnachmittag wurde bei einem erneuten rektalen Ultraschall festgestellt, dass das Kalb tatsächlich weiter in den Geburtskanal eingedrungen war. Deshalb wurde medikamentös erneute Wehentätigkeit eingeleitet. Kurz darauf erfolgte die Geburt. Das weibliche Kalb kam aber bereits tot zur Welt. Untersuchungen im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin werden Aufschluss über die Todesursache geben.

Wir sind traurig über das tote Kalb! Allerdings sind wir sehr erleichtert darüber, dass es Corny gut geht. Auch hat sie sowohl während des Geburtsvorgangs wie auch nach der Geburt gezeigt, dass sie eine gute Mutter wäre!

“Das Elefantenbabys tot zur Welt kommen ist nicht ungewöhnlich”, sagen Elefantenexperten aus Hamburg. Bei so einer langen Geburt, die schon mal 50 Stunden dauern kann, sind die Anstrengungen vermutlich zu viel für ein kleines Kalb gewesen.

Das Problem ist oft ein ganz natürlicher Vorgang, die ungeborenen Elefantenkälber liegen tief unten im Bauch ihrer Mütter und müssen dann zur Geburt erst nach oben gepresst werden. Das ist ein langer und mühsamer Weg und gerade für erstgebärende Kühe mit sehr vielen Komplikationen verbunden.

„So traurig alle Beteiligten über dieses unschöne Ende der Trächtigkeit von Coorny sind, ist die Wahrscheinlichkeit nun sehr groß, dass ihr zukünftige Geburten viel leichter fallen und die Kälber daher gesund zur Welt kommen können“, sagt das Expertentem des Allwetterzoos Münster. Nach der Totgeburt habe sich die Tiere vorbildlich verhalten, was den Zusammenhalt der Elefantengruppe enorm stärkt.