NRW plant zentrale Registrierungsstelle für Flüchtlinge am Flughafen FMO

Es gibt kaum einen Tag an dem nicht das Thema Flüchtlinge in den Medien erwähnt wird. Aufgrund der Hilfsbereitschaft hier in Deutschland gibt es auch ein paar Probleme die gelöst werden müssen. Wohin mit den Menschen und insbesondere wie können sie schnellstmöglich registriert werden. Da andere Registrierungsstellen überfüllt, sind beabsichtigt das Land Nordrhein-Westfalen auf dem Gelände des Flughafens Münster-Osnabrück eine neue zentrale Registrierungsstelle für Flüchtlinge für ganz NRW einzurichten. Das bestätigte die Bezirksregierung Münster am Montag, die die Landeseinrichtung aufbauen und kurzfristig für den Betrieb vorbereiten wird. Die zentrale Registrierungsstelle ist die erste im Land NRW und soll ihre Arbeit noch im September aufnehmen.

Für die Registrierungsstelle werden mobile Messehallen genutzt werden, die östlich des Terminals aufgebaut sind. Dort hatte noch vor kurzem eine Messe stattgefunden. Es handelt sich dabei um eine reine Registrierungsstelle, die zeitlich befristet bis längstens zum Sommer nächsten Jahres genutzt wird. Ziel ist, die Registrierung der Flüchtlinge zu beschleunigen. Damit werden die Registrierungskapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen ergänzt. Die Registrierung ist der Startschuss für das Asylverfahren der Flüchtlinge.

Die Flüchtlinge werden mit Bussen über eine separate Zufahrt jenseits des Passagierbetriebs zu den Hallen gefahren, dort registriert und danach direkt in die verschiedenen Unterkünfte in einer Landeseinrichtung in NRW oder in einem andern Bundesland gebracht werden. Am FMO sollen keine Übernachtungen stattfinden.

Die Einrichtung liegt auf einem vom Passagierbetrieb komplett abgegrenztem Gelände mit separaten Zu- und Abfahrten. Dadurch wird sichergestellt, dass der Flughafenbetrieb nicht beeinträchtigt wird. Ebenso wenig werden Sicherheitsfragen des Flugbetriebs berührt.

An den Besprechungen mit dem Land NRW haben die Geschäftsführung des FMO sowie Vertreter des Kreises Steinfurt und der Stadt Greven teilgenommen.