Die Diamanten unserer Stadt

Die Münster-Nadel wurde soeben am frühen Abend, an neun DSC02084Persönlichkeiten im Festsaal des Erbdrostenhofs an der Salzstraße, verliehen. Oberbürgermeister Markus Lewe würdigte am Vorabend des “Internationalen Tages des Ehrenamts”, damit das außerordentliche Engagement der Frauen und Männer im Namen der Stadtgesellschaft. Bereits am 11.November beschloss der Rat der Stadt Münster diese Ehrung einstimmig. Markus Lewe bezeichnete die Helfer der großen Stadtfamilie als die Diamanten der Stadt.

Ausgezeichnet wurden folgende Personen:

Ludwig Brennecke
war Vorsitzender des TSV Handorf von 1979 bis 1991 und darüber hinaus Vorstandsmitglied bis 2008 als sog. Gartenwart. Die Abteilung Senioren-Fußball leitete er von 1997 bis 1998.
Im Stadtsportbund Münster agierte er als stellvertretender Vorsitzender von 1992 bis 1998 und war in dieser Funktion in der Zeit von 1996 bis 1998 Leiter des Arbeitskreises Vereinseigene Sport-anlagen.
Im Männergesangverein „Cäcilia von 1887“ übernahm er im Jahr 2004 den 1. Vorsitz.

Ingrid Brock-Gerhardt
organisiert im AWO-Ortsverein Wolbeck – von Beginn im Jahr 2001 an – den Offenen Donnerstags-Themenkreis mit inzwischen ca. 520 Veranstaltungen.
Mit einem breiten Themenspektrum von A wie “Architektur” bis S wie “Städte der Welt” gestaltet sie nach Aktualität oder entsprechend der Jahreszeit die Veranstaltungen, organisiert Busexkursionen, Begehungen und Führungen sowie Museumsbesuche. Sie erreicht eine breite Teilnehmerschaft aus allen Bevölkerungskreisen, gewinnt bekannte Künstler, Experten und Persönlichkeiten für die Veranstaltungen trotz eines schmalen Budgets.
Darüber hinaus hat sie bis zum März 2015 das Literatur-Café in Wolbeck an jährlich zwei bis drei Terminen pro Jahr veranstaltet. Es wurden Autoren oder literarische Werke mit externen Referenten oder durch sie selbst als Germanistin und Literaturwissenschaftlerin vorgestellt bzw. besprochen.
Im Bürgerforum Wolbeck hat sie von 2002 bis 2010 über 60 Veranstaltungen und Fahrten organi-siert.
Ebenso führte sie im SPD-Ortsverein Wolbeck beim Frauenstammtisch in den Jahren 1989 – 2002 verschiedene Veranstaltungen durch.
Insgesamt hat sie in den letzten 25 Jahren damit ca. 800 Veranstaltungen zur Erwachsenenbildung in Wolbeck organisiert und geleitet.

Magdalene Faber
fördert die Kulturarbeit seit 13 Jahren als Mitbegründerin der Kulturinitiative (bis 2009) und seit 2009 in der Nachfolgeorganisation Kulturbühne, die mit einem jährlichen Kulturprogramm für Akzente im gesellschaftlichen Leben Hiltrups sorgt.
Ihr Antrieb als hauptamtliche Leiterin der Stadtteilbücherei Münster-Hiltrup St. Clemens ist, dass es verschiedene Kulturaktivitäten im Stadtteil gibt und dass diese vernetzt werden.
Dazu hat sie die Gründung des Vorleseclubs im Jahr 2008 mit dem Ziel der Förderung des Lesens und der Werterhaltung des Buches initiiert und unterstützt nach wie vor die Vorstandsarbeit und begleitet die Organisation der Lesungen.
Sie ist Mitinitiatorin der Gründung des Infopunktes Hiltrup im Jahr 2007 und Mitorganisatorin des Infopunktes in der Anfangszeit.
Als Mitglied der Stadtteiloffensive seit der Gründung im Jahr 2008 ist sie für den Kulturbahnhof Hiltrup (Event, Marketing, Verwaltung) aktiv.
Darüber hinaus arbeitete sie Ende der 1980-er/Anfang der 1990-er-Jahre acht Jahre im Pfarrge-meinderat St. Clemens mit.

Ursula Große Rüschkamp
steht für die Seniorenarbeit in Sprakel. Seit ca. 20 Jahren organisiert sie Vorträge, Erkundungen, gesellige Nachmittage und vieles mehr für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Sprakel.
Auf sie geht die Gründung des Seniorenkreises „GEMEINSAM – nicht einsam“, den sie auch leitet, zurück. Daraus ist nicht zuletzt mit dem wöchentlichen Angebot eines gemeinsamen Mittagstisches ein Angebot entstanden, das Senioren die Gelegenheit bietet, aus ihrem familiären Umfeld oder aus ihrer Anonymität heraus, Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu finden.
Darüber hinaus engagiert sie sich auch in vielen anderen Bereichen in der Pfarrgemeinde St. Ma-rien.

Resi Moslehner
gründete vor 25 Jahren die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe und führt seitdem die Gruppe mit großem Geschick und großer Freundlichkeit trotz des eigenen Betreuungsaufwandes für ein vom Schlaganfall betroffenes Familienmitglied. Sie führt den notwendigen Schriftverkehr und organisiert die formelle Vereinsarbeit.
Darüber hinaus bietet sie Hilfe und Beratung für einzelne Mitglieder, organisiert die regelmäßigen Treffen oder Veranstaltungen zu besonderen Anlässen und auch den Jahresausflug mit den zum Teil stark behinderten Teilnehmern.

Michael Schmitz
auch liebevoll als „Mister Tischtennis“ bezeichnet, engagiert sich seit 22 Jahren im Verein DJK SV Borussia 07 Münster e.V. als Mitglied des Gesamtvorstandes, Jugendwart, Abteilungsleiter Tisch-tennis und seit 2004 als 2. Vereinsvorsitzender. Dabei erstreckt sich sein Engagement nicht nur auf den Leistungssport, sondern auch der Breitensport und die Jugendförderung sind ihm ein Anliegen.
Er ist verantwortlich für die Zeitschrift TT-Borussia und hat Turniere – z. B. den Enzborn-Cup oder die Münsterland-Meisterschaften – organisiert und etabliert.
Hildegard Termühlen
hat als Vorsitzende des Kanuvereins Münster 1922 e. V. von 2003 bis 2014 den Verein zukunfts-fähig gemacht, indem sie den Vereinsstandort an der Werse in Münster-Handorf baulich gesichert hat, viele neue Angebote (Kajak-Kurse für Familien, After-Work-Paddeln) initiiert hat, gesellige Veranstaltungen wie z. B. das Sommerfest für Mitglieder und Gäste durchgeführt hat.
Mit diesen Maßnahmen konnte der Fortbestand des Vereines sowohl durch die Anzahl der Mitglie-der wie auch der Gäste und Kursteilnehmer gesichert werden.
Renate Thiedig
ist vielfältig im Stadtteil Albachten engagiert. Als Leiterin der Sternsingerarbeit stellt sie seit 2000 die Vorbereitung, Einteilung von Gruppen, Koordination, Begleitung gemeinsam mit einigen freiwilligen Helferinnen sicher. Sie organisiert den Dankeschön-Nachmittag nach der Sternsingeraktion und kann somit die Beteiligung von jährlich zwischen 60 und 70 Sternsingern im Alter von 8 bis 24 Jahren mit jeweiligen Einnahmen zwischen 5.000 und 6.000 € vorweisen.
Im Sportverein Concordia Albachten e. V. setzt sie sich für die Förderung des Damenfußballs seit 1995 ein, hat junge Mädchen und ältere Jugendliche begeistern können und steht dafür, dass der Verein heute eine Damenfußballmannschaft hat.
In der Kath. Pfarrbücherei St. Ludgerus ist ihre Mitarbeit im Team der Pfarrbücherei seit 2001 ge-schätzt. Mit anderen Teammitgliedern führt sie das jährliche Angebot des Büchereiführerscheines für alle Vorschulkinder der ortsansässigen Kindertagesstätten durch.
Nicht zuletzt als Küchenfee bei Messdienerfahrten ist sie seit über zehn Jahren für 50 bis 60 Kinder im Einsatz und bekannt.
Ludger Wildenhues
arbeitet seit 2008 für die Friedrich-Bröcker-Stiftung, die viele soziale Projekte für Senioren, Men-schen mit Behinderungen, Obdachlose, minderjährige Flüchtlinge usw. unterstützt. Dabei zählt die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung mit der Erarbeitung von Wirtschaftsplänen und Jah-resabschlüssen sowie dem Gebäudemanagement für die Gebäude, die der Stiftung gehören, zu seinen Aufgaben.
Durch ihn sind zahlreiche Aktivitäten und Initiativen angestoßen und entfaltet worden. Seine Arbeit zeichnet sich durch große Sensibilität aus.