Fußgängerbrücken nichts für Pferde

Reiten ist schön. So soll die Welt schöner anzusehen sein, wenn man reitet. Doch bedenken einige Reiter und Reiterinnen nicht, dass Pferde auch ein hohes Eigengewicht haben. Daher haben Pferde auf Holbrücken nichts zu suchen.

Die beiden weitgespannten Holzbrücken „Haskenau“ und „Hofkamp“ über die Werse sind für Fußgänger und Radfahrer errichtet worden. Dieser Hinweis ist den Brücken-Fachleuten im Tiefbauamt sehr wichtig, denn immer wieder ergeben sich Schäden durch Pferde an den Holzbrücken. Denn – üblicherweise – belasten Zweibeiner zu Fuß wie auch auf zwei Rädern die Brücken weniger als Pferde. Ross und Reiter konzentrieren das Gewicht „auf den Punkt“, während mehrere Fußgänger und Radfahrer ihr Gewicht auf die Fläche verteilen.

An der Brücke Haskenau etwa fanden sich deutliche Hufabdrücke. Hier hat offensichtlich ein Pferd einige Bohlen durchgetreten und sich erschreckt, woraufhin es auch ein Geländer angestoßen und herausgebrochen hat. Die Reparaturkosten betragen rund 1000 Euro.

Die Hofkamp-Brücke weist ähnliche Schäden auf, die Reparaturkosten betragen dort etwa 800 Euro. Die Schäden wurden umgehend vom Tiefbauamt behoben, weil es für die Sicherheit der Brücken verantwortlich ist.

Die als Fußgänger- und Radfahrerbrücken ausgeschilderten Übergänge haben eine entsprechend ausgelegte Statik. Sie können einige Fußgänger und Radfahrer tragen, die gemeinsam auch in etwa das Gewicht eines Pferdes erreichen, ein Pferd allein allerdings bedeutet eine zu hohe punktuelle Belastung für die Bohlen der Brücken. Das gilt auch dann, wenn die Reiter ihr Pferd führen.
Das Tiefbauamt appelliert an die Reiterinnen und Reiter, die Werse mit ihren Pferden nicht über diese Brücken zu queren; dies diene auch der Sicherheit von Ross und Reiter.