LWL-Museum für Kunst und Kultur eröffnete Ausstellung über Geld

Geld mal anders. Nicht in unserer Hand oder auf der Bank sondern im Museum.

In der Ausstellung “Monetissimo! Aus den Tresoren des Münzkabinetts” (6.10.-19.2.2017) widmet sich das Museum für Kunst und Kultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab Donnerstag (6.10.) dem Thema Geld. In 27 Themen, die symbolisch den 27 Jahr-hunderten seit Erfindung der Münze entsprechen, zeigt die Ausstellung Spitzenstücke und Skurriles ebenso wie Alltägliches aus dem umfangreichen Münzkabinett des Museums.

Die Sammlung – eine der größeren in Deutschland – umfasst rund 100.000 Exemplare. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fundstücken aus Westfalen-Lippe. Etwa 600 Exponate, also weniger als ein Prozent des Gesamtbestandes, wurden für die Ausstellung ausgewählt. Sie zeigen, dass Geld viele Facetten hat. Neben Münzen und Papiergeld sind auch Objekte mit Geldbezug zu sehen:

Medaillen, Prägewerkzeug, Plakate, Orden, Geldsäckchen und Stoffgeld geben einen Einblick in mehr als zweieinhalb Jahrtausende Geldgeschichte.

Eigene Ausstellungen zum Thema Geld gibt es heute selten. “Dabei sind Münzen ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturgeschichte. Schon kleinste Funde geben Aufschluss darüber, wie sich die Gesellschaften vergangener Zeiten entwickelt haben”, betont Dr. Barbara Rüschoff-Thale, LWL-Kulturdezernentin und studierte Archäologin. “Dass das Museum diesem kulturgeschichtlichen Thema eine eigene Ausstellung widmet, die sich komplett aus eigenen Beständen zusammensetzt, zeigt die Vielfalt und die Fülle seiner Sammlung.”

Das Münzkabinett ist eine der umfangreichsten und zugleich unbekanntesten Sammlungen des Museums. Kurator ist seit Mai 2014 Stefan Kötz. “Mit seiner ersten Ausstellung am Haus macht er den umfassenden numismatischen Bestand des Museums erstmals in aller Breite für die Öffentlichkeit zugänglich”, freut sich Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. “Nach der Ausstellung ‘Homosexualität_en‘ richten wir damit wieder das Augenmerk auf die Kulturgeschichte, die Besucher hier neben der Kunst auch entdecken können.”