Kunst führt Partnerstädte zusammen

Kunst verbindet und regt zum Austausch an – auch zwischen Partnerstädten. Das zeigten die lebhaften Diskussionen mit jeweils zweiköpfigen Vertretungen aus Lublin, Rishon LeZion und Mühlhausen, die auf Einladung von Oberbürgermeister Markus Lewe Münsters Skulptur Projekte besuchten.

Ein Ergebnis: Die Dreieckspartnerstädte Lublin, Rishon und Münster klären, ob sie 2018 ein trinationales Kunstprojekt auf die Beine stellen können. Die Bandbreite der Skulptur Projekte und die Möglichkeiten, die Ausstellung interaktiv zu erleben, verfehlte nicht den Eindruck auf die Gäste aus Polen, Israel und Thüringen. Diese vertraten überwiegend Kultur-Fachbereiche und -Einrichtungen ihrer Städte.

Den Ausgangspunkt und Abschluss bildete der Friedenssaal. Dort wurden sie nach ihrer Anreise von OB Lewe empfangen und dort besuchten sie am Ende die Performance “Leaking Territories” von Alexandra Pirici. Angesichts der vielen performativen Projekte und temporären Installationen drängte sich den Gästen die Frage auf, warum die Ausstellung eigentlich unter “Skulptur Projekte” firmiert.

Sind statische Skulpturen in einer schnelllebigen und unverbindlichen Gesellschaft überhaupt noch angemessen? Und wie haben sich die Wechselwirkungen zwischen Kunst und öffentlichem Raum verändert? Um solche Fragen geht es auch regelmäßig beim Open City Festival in Lublin, das sich ebenfalls mit zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum befasst. Und ähnliche Fragen stellt man sich in Rishon LeZion, wenn es um die Aufstellung von Skulpturen an öffentlichen Orten geht. Möglicherweise werden Gäste aus weiteren Partnerstädten diese Diskussion noch bereichern. Im September besuchen Delegationen aus York und Kristiansand die Skulptur Projekte anlässlich der Feiern zu den Städtepartnerschafts-Jubiläen.