Münster und US Holocaust Memorial Museum

Sie verabredeten eine Kooperation von Villa ten Hompel und dem United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) in Washington: Sarah Ogilvie (Programmdirektorin USHMM), Sara Bloomfield (Direktorin USHMM), Susan Bachrach (Kuratorin), Stadträtin Cornelia Wilkens (v.l.) und Thomas Köhler (Villa ten Hompel), Klaus Mueller (Europarepräsentant USHMM) und der Leiter der Villa ten Hompel Dr. Christoph Spieker (stehend v.l.).

Die Direktorin des größten amerikanischen Holocaust-Museums, Dr. h.c. mult Sara Bloomfield, besuchte mit Kolleginnen und Kollegen auf einer Rundreise durch europäische Museen auch Münsters Geschichtsort Villa ten Hompel.

Bloomfield zeigte sich tief beeindruckt von der Ausstellung, Sammlung und pädagogisch-wissenschaftlichen Arbeit in der Villa ten Hompel und regte bei Stadträtin Cornelia Wilkens eine offizielle Kooperationsvereinbarung an, die eine gegenseitige Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit ermöglicht. Geplant ist die zukünftige Kooperation bei der Erschließung und Dokumentation von Quellen, die Zeugnis über NS-Taten ablegen können sowie bei der Organisation und Durchführung wissenschaftlicher Tagungen. Mit dem Besuch in der Villa ten Hompel gewannen die Gäste aus Washington ein genaueres Bild von deutschen Tätergruppen. Dies soll auch in einer geplanten neuen Dauerausstellung des Holocaust Museums in den USA vermittelt werden. Bisher präsentierte das Museum in Washington vor allem eine opferzentrierte Darstellung. Die entscheidende Rolle der deutschen Polizei für den Holocaust soll nun stärker berücksichtigt werden.

Neben der bereits bestehenden Kooperation mit der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ist der Münsteraner Geschichtsortes dann mit den beiden bedeutendsten Holocaust-Museen weltweit institutionell vernetzt.


Foto: Stadt Münster.