National Guardian 2024: Heimatschutzkräfte zeigen, was sie können / Heimatschützer aus Niedersachsen üben in Nienburg

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Nienburg (ots) –

Reservistinnen und Reservisten des Heimatschutzregiments 3 haben in den vergangenen Tagen in und um Nienburg ihre Fähigkeiten geübt. Die Übung der Heimatschützer unter dem Kommando des Landeskommandos Niedersachsen ist Teil der bundesweiten Übungsreihe National Guardian 2024.

Neben rund 150 Soldatinnen und Soldaten des im vergangenen Jahr aufgestellten Heimatschutzregiments waren auch Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz und die Landesbereitschaftspolizei Niedersachsen an der Übung beteiligt. „Wir müssen im Einsatzfall eng mit den Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten, deshalb haben wir auch Verbindungspersonen direkt in unseren Gefechtsstand eingegliedert“, erklärt der stellvertretende Regimentskommandeur, Oberstleutnant der Reserve Heinz-Axel Kirchwehm.

Checkpoint zur Zugangskontrolle, Streifendienst, Aufbau und Betrieb eines Convoy-Support-Centers zur Unterstützung von Fahrzeugkonvois, Gefechtsschießen einer Infanteriegruppe – die Bandbreite der Übung ist groß. Immer mit eingebunden: Die zivilen Blaulichtorganisationen. „Wir Heimatschützer haben im Ernstfall den Auftrag, verteidigungswichtige Infrastruktur zu sichern, um das Funktionieren der Drehscheibe Deutschland sicherzustellen“, erklärt Oberst Manfred Schreiber, Kommandeur des Heimatschutzregiments. Das gehe nur zusammen mit den zivilen Unterstützern: „Die eigene Sanität und Logistik der Bundeswehr wäre im Ernstfall an der Ostflanke im Einsatz.“

Im Frieden unterstützen die Heimatschützer im Rahmen von Amts- und Katastrophenhilfe bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen. Auch hier ist die Zusammenarbeit mit den zivilen Partnern Alltag. Das merkt man auch bei der Übung in Nienburg – die Verzahnung ist eng, die Meldewege eingespielt – nach kurzer Absprache werden die Übungssituationen Hand in Hand gemeistert.

Eingebettet in die größte NATO-Übung seit dem Kalten Krieg

Derzeit ist Deutschland eingebunden in die größte NATO-Übung seit Beendigung des Kalten Krieges. Mit „Steadfast Defender 2024“ übt die NATO den Bündnisfall an der Ostflanke und demonstriert ihre Verteidigungsbereitschaft. Rund 90.000 Soldatinnen und Soldaten – davon 12.000 der Bundeswehr – sind beim NATO-Großmanöver „Steadfast Defender 2024“ im Einsatz. Die Bundeswehr beteiligt sich daran unter anderem mit der deutschen Übungsserie „Quadriga 2024“. „National Guardian“ ist dabei Teil von „Quadriga“. Hier üben die Heimatschutzkräfte der Bundeswehr deutschlandweit in Verantwortung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr die Aufgaben aus dem Bereich nationale territoriale Verteidigung.

Wenn es zu einem Bündnisfall käme, wäre die Bundeswehr gebunden an der Ostflanke. Die Heimatschutzkräfte sind dann für den Schutz und die Sicherung des rückwärtigen Raumes verantwortlich – das ist klassische Landesverteidigung. Es ist der territoriale Beitrag, den Deutschland als Drehscheibe in einem Fall von Landes- und Bündnisverteidigung leisten müsste. Heimatschützerinnen und Heimatschützer der Bundeswehr sichern das Materiallager – vor Eindringversuchen, Sabotage, Drohnenüberflügen. Und diese Unterstützung ist essentiell. Die Übung dient nicht nur Trainingszwecken, sondern die Heimatschutzkräfte unterstützen zugleich deutschlandweit reale Verlegungen deutscher und multinationaler Kräfte. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit mit zivilen Behörden in der Landes- und Bündnisverteidigung.

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Quelle: ots