Münster Journal, Mecklenbeck,Haltepunkt,Bahn,Bahnhof

Züge halten in Mecklenbeck ab dem 9. Dezember

Gestern wurde der neue Haltepunkt in Münster Mecklenbeck feierlich eröffnet. Allerdings halten die ersten Züge dort erst zum Fahrplanwechsel 2018/2019, also ab dem kommenden Sonntag, 9. Dezember. Ganze 27 Jahre pausierte hier der Bahn-Haltepunkt. Größtes Ärgernis noch vor der Inbetriebnahme, sind die fehlenden Parkplätze. Auf Nachfrage bei der Deutschen Bahn, erklärte ein Pressesprecher. Über den “Ruhenden Verkehr” sei bisher noch nichts geplant, dies liege aber auch im Verantwortungsbereich der Stadt Münster. Warten wir ab, wie sich die Lage dort entwickelt.

Die Bauarbeiten haben bereits mit diversen Netzarbeiten im Jahr 2017 begonnen, der Baubeginn für die Verkehrsstation erfolgte im 3. Quartal 2018. Seitdem hat die DB Station&Service einen neuen Mittelbahnsteig mit einer Länge von 120 Metern errichtet. Dieser ist 76 Zentimeter hoch, um einen barrierefreien Einstieg in die Fahrzeuge zu ermöglichen. Die Bahnsteige haben zwei neue Wetterschutzhäuser, um Reisende vor Wind und Regen zu schützen. Außerdem ist die Bahnsteigausstattung (Mülleimer, Vitrinen etc.), das Wegeleitsystem sowie die Beleuchtung am Haltepunkt neu installiert worden. „Ein kleiner, aber feiner neuer Haltepunkt“, sagt Michael Jansen, Bahnhofsmanager der DB für den Bereich Münster. „Reisende Richtung Coesfeld und Münster haben nun eine weitere Möglichkeit, in den Zug zu steigen.“ Die neue Station wird von der Regionalbahn RB 63 angefahren.

Parallel zur Reaktivierung des Haltepunkts durch DB Station&Service hat die DB Netz die Infrastruktur modernisiert. So ist unter anderem eine Eisenbahnüberführung über die zukünftig verlegte Heroldstraße gebaut worden. Insgesamt sechs Gleise führen über die Überführung hinweg. Mit einer Brückenfläche von 685 Quadratmeter ist diese Eisenbahnüberführung die zweitgrößte in 2018 in Bau befindliche oder fertiggestellte Eisenbahnbrücke in NRW. Darüber hinaus ist das Elektronische Stellwerk (ESTW) Mecklenbeck neu errichtet und in Betrieb genommen worden. Die Umstellung auf ESTW-Technik war nötig, da im Bereich des neuen Mecklenbecker Haltepunktes ab Dezember Zugkreuzungen stattfinden und dafür  eine neue Signalisierung erforderlich ist.

„Ich freue mich für die Mecklenbeckerinnen und Mecklenbecker, die schon sehr gespannt auf die Eröffnung des neuen Bahnhofs in ihrem Stadtteil warten. Auf diesem Weg kommen sie nun wieder in wenigen Minuten aus dem Südwesten Münsters in die Innenstadt“, weiß Oberbürgermeister Markus Lewe. „Die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes fügt sich als ein weiterer wichtiger Baustein ausgezeichnet in Münsters Masterplan Mobilität ein.“

„Mit den Baumaßnahmen in Mecklenbeck ist der Ausbau der Baumbergebahn abgeschlossen. Damit können jetzt nicht nur in Mecklenbeck, sondern auch in Münster-Roxel die Züge der RB 63 halbstündlich halten“, erklärt Dr. Klaus Effing, stellv. Verbandsvorsteher des NWL und Verbandsvorsteher des ZVM, die Vorteile auch über Mecklenbeck hinaus.

Die Kosten für den Neubau der Verkehrsstation Mecklenbeck belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, getragen vom Land NRW und DB. Die Gesamtkosten aller Maßnahmen in die Schieneninfrastruktur belaufen sich auf ca. 21 Mio. Euro.