Stadt heißt Neugeborene willkommen

– Eine liebenswerte Tradition pflegt die Stadt Münster nun schon seit 10 Jahren. Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien bietet  Familienbesuche bei Neugeborenen an. Die Besuche erfreuen sich bei den jungen Familien großer Beliebtheit, rund 85 Prozent empfangen die Fachkräfte der Sozialen Arbeit – zum Teil auch gemeinsam mit einer freiberuflichen Hebamme – gern. In der Regel finden die Familienbesuche in der 8. bis 16. Lebenswoche des neugeborenen Kindes statt. Viele Eltern schätzen den Familienbesuch, der frühzeitig gezielte Informationen zur Kinderbetreuung bietet. Über 60Prozent der Eltern äußerten im Jubiläumsjahr 2018 den Wunsch, ihr Kind bereits im ersten Lebensjahr bei einer Tagesmutter oder in einer Kita betreuen lassen zu wollen. Häufig wird nur dann auf einen Besuch verzichtet, wenn schon ein oder mehrere Kinder in der Familie leben und die Informationen des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien bekannt sind. Im persönlichen Kontakt mit der Mitarbeiterin des Präventionsdienstes spüren Eltern, dass jedes einzelne Kind mit seiner Familie wichtig ist. So kann sichergestellt werden, dass jede Familie die Informationen erhält, die in den ersten Monaten benötigt werden, um dem neugeborenen Kind mit seinen Eltern einen guten Start ins Leben und als Familie zu ermöglichen.

Bei jedem Familienbesuch wird ein Gutschein ausgestellt, den die Eltern für einen Besuch einer Eltern-Baby-Spielgruppe oder ähnlichem Angebot in einer Familienbildungsstätte einlösen können. Die Nachfrage nach Angeboten ist in allen Stadtteilen groß. Bei den Besuchen kann auch auf die individuelle Situation der Familie eingegangen werden. Die Gespräche werden streng vertraulich behandelt. Auf Wunsch können die Mitarbeiterinnen an andere Fachkräfte weitervermitteln. In 5,5 Prozent der Fälle etwa wurde an die Stadtteilkoordination der Frühen Hilfen vermittelt. Obwohl die nachgeburtliche Hebammenbetreuung bei etwa 90 Prozent aller besuchten Eltern stattfindet, wurde trotz der hohen Quote von weiteren 5 Prozent der Eltern der Wunsch nach einer Hebammenbetreuung genannt und entsprechend vermittelt.

Weitere Kooperationspartner sind die Frühen Hilfen des Gesundheitsamtes und freie Träger mit zum Teil spezialisierten Beratungsangeboten. Aktuell entwickelte das Präventionsteam Familienbesuche einen Flyer für Eltern und Fachkräfte, um noch umfangreicher zu informieren und den präventiven Charakter des Informationsangebotes herauszustellen. Die Flyer werden derzeit an Kinderärzte und weitere Fachleute verteilt.

Die Mitarbeiterinnen des Präventionsdienstes Familienbesuche sind unter folgender Telefonnummer zu erreichen: 02 51-4 92-51 19.


Fotomontage: Amtsleiterin Anna Pohl, Brigitte Berghoff (l.), Leiterin der Fachstelle Prävention, und Simone Priggemeyer (r.) vom Team Familienbesuche präsentieren das Angebot des Jugendamtes: Der Präventionsdienst Familienbesuche bringt viele Informationen für die Eltern und Geschenke für das Neugeborene bei ihren Begrüßungsbesuchen mit.  
Stadt Münster / Münster Journal