Augenoptiker-Lossprechungsfeier

– Bei der traditionellen Lossprechungsfeier auf Gut Havichhorst in Münster wurden 48 Augenoptikergesellinnen und -gesellen in das künftige Berufsleben entlassen.
Der Augenoptiker- und Hörakustikermeister und Lehrlingswart der Innung, Frank Droppelmann, sowie Dipl.-Ing. für Augenoptik (FH) und OStR des Hans-Böckler-Berufskollegs, Jörn Kommnick, sprachen die angehenden Augenoptikerinnen und Augenoptiker bei den Feierlichkeiten von den Pflichten der Ausbildung frei und erklärten sie zu Gesellinnen und Gesellen.

In Jahren der ausdauernden harten Arbeit hätten die Gesellinnen und Gesellen eindrucksvoll ihr Können in Theorie und Praxis bewiesen und sich so redlich ihren Gesellenbrief verdient. Nun beginne ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Aufgaben und Herausforderungen für die jungen Absolventinnen und Absolventen. Droppelmann verglich die Ausbildung mit dem Bau eines Hauses. Er rief die Gesellinnen und Gesellen dazu auf, nach erfolgreichem Bau ihres „Ausbildungshauses“ nicht stehen zu bleiben, sondern kontinuierlich ihr Wissen und Können zu vermehren. Schließlich hätten Sie in den letzten Jahren den Grundstein für ihre Zukunft gelegt. Nun läge es an ihnen, ihr „Haus“ weiter auszubauen und instand zu halten.

Als Bester der Gesamtprüfung wurde Alexander Olaf Ortmann (Fielmann AG & Co. KG) aus Emsdetten geehrt. Zweitbeste der Gesamtprüfung wurde Nele Förster (Fielmann AG & Co. Hiltrup oHG ) aus Münster, Drittbeste wurde Esther Bömelburg (Optik Kalthoff) aus Münster. Bester der Praxis wurde Christian Gallus (Essmann Optik) ebenfalls aus Münster.

Droppelmann sicherte den Gesellinnen und Gesellen hervorragende Zukunftsperspektiven zu: Durch die immense Nachfrage und die steigende Anzahl von Brillenträgern in Deutschland stünden den jungen Augenoptikerinnen und Augenoptikern alle Türen für eine vielversprechende Karriere offen. Jeder könne seine Schwerpunkte nach eigenen Talenten setzen, denn der Beruf des Augenoptikers sei in seinem Aufgabenspektrum sehr vielseitig. Die Augenoptik habe sich laut Droppelmann in den letzten Jahren massiv gewandelt und Verkauf und Marketing spielen eine sehr wichtige Rolle. Gute Beratung sowie das Verstehen von Kundenbedürfnissen und Kundenwünschen seien die aktuellen Königsdisziplinen des Handwerks. Dies gelte es für die Gesellinnen und Gesellen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu berücksichtigen.

Sein Dank galt neben den Angehörigen allen Ausbilderinnen und Ausbildern, die die jungen Menschen in den Jahren der Ausbildung mit Rat und Tat unterstützt und gefördert haben. Zudem dankte er den Kolleginnen und Kollegen des Prüfungsausschusses der Augenoptikerinnung. Ohne den täglichen Einsatz all dieser Personengruppen wären die hoch qualifizierte Ausbildung und die Abnahme der Gesellenprüfungen nicht möglich. Droppelmann regte zum Schluss an, dass die Gesellinnen und Gesellen in ihrer Zukunft auch einmal selbst Verantwortung für den Berufsnachwuchs übernehmen und sich in der Innung engagieren könnten.


Bild: Lindner – Watzka