Tagesarchive: 23. Januar 2020

Vegan freundlichste Mensa in Münster durch Peta ausgezeichnet

– Rund 80 Prozent aller Studierenden in Deutschland werden täglich in den 57 Studierendenwerken versorgt. Da vegane Mahlzeiten vermehrt feste Bestandteile der Ernährung junger   Menschen sind, wächst ein solches Angebot in den Mensen und Cafeterien der Universitäten stetig. Bereits im sechsten Jahr in Folge hat PETA bundesweit diese Einrichtungen mit ihren über 900 Mensen und Cafeterien zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema Veganismus befragt. Basierend auf den Antworten der 36 teilnehmenden Studierendenwerke wurden Auszeichnungen im Sinne gastronomischer Sterne verliehen und die vegan-freundlichsten Mensen 2019 gekrönt.

 

„In unserer Gesellschaft verändert sich etwas: Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile rein pflanzlicher Gerichte – sei es für die Tiere, die Umwelt oder die eigene Gesundheit. Dies führt natürlich auch an Mensen zu einer immer höheren Nachfrage nach veganen Speisen“, so Ilana Bollag, Fachreferentin für Ernährung und Umwelt bei PETA. „Es freut uns sehr, dass die deutschen Studierendenwerke auf diese Nachfrage reagieren und ihr rein pflanzliches Angebot stetig erweitern.“

 

Drei Sterne gehen nach Münster

Das Studierendenwerk Münster sichert sich in diesem Jahr wieder drei Sterne. In der Mensa am Ring wird täglich mindestens ein veganes Gericht angeboten. Gestärkt mit Gemüse-Knusper-Bagel an Mango-Soße, Brokkoli-Dinkelauflauf mit Tomaten-Rahm-Soße oder veganem Lahmacun lässt sich die nächste Vorlesung leicht in Angriff nehmen. Die rein pflanzlichen Gerichte sind zwar nicht als solche gekennzeichnet, aber die Universität Münster arbeitet daran.

 

Bewertungskriterien für die vegan-freundlichsten Mensen 2019

Die Beurteilungskriterien für das Ranking der vegan-freundlichsten Mensen 2019 fokussierten sich hauptsächlich auf das tägliche Angebot an veganen Gerichten, die spezielle Schulung des Personals, das Angebot an Pflanzenmilch für den Kaffee, Aktionen zum Thema pflanzliche Ernährung sowie auch das Gesamtkonzept einer Mensa und deren Entwicklung über die Jahre. Viele von ihnen machen auf kreative Weise Werbung für das vegane Angebot und organisieren auch Aktionswochen zu dieser Thematik.

 

Veganes Angebot nimmt stetig zu – erstmals Fünf-Sterne-Bewertungen und keine Ein-Stern-Bewertung

Alle teilnehmenden Mensen bieten täglich mindestens eine vegane Speise an – meist sogar mehr. Einige konnten sich dieses Jahr einen weiteren Stern mehr im Vergleich zum Vorjahr holen, wie beispielsweise das Studentenwerk Gießen mit der Mensa Otto-Behaghel-Straße, das Studentenwerk Halle mit der Harzmensa und das Studentenwerk Potsdam mit der Mensa am Neuen Palais. Zudem wurden das erste Mal in der sechsjährigen Geschichte des Rankings Fünf-Sterne-Auszeichnungen an die Mensa TU Veggie 2.0 – Die tiefgrüne Mensa des studierendenWERKs Berlin und die Mensa St. Paul des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg verliehen. Sie waren vergangenes Jahr noch komplett vegetarisch und setzen jetzt auf eine rein vegane Verpflegung, was sie zu den klaren Siegern 2019 macht. Eine Vier-Sterne-Auszeichnung gab es dieses Jahr nicht. Die meisten Mensen schnitten mit einer guten Bewertung von drei Sternen ab. Konkret betrifft dies die folgenden Studierendenwerke: Augsburg, Dortmund, Duisburg, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Paderborn, Würzburg, Aachen, Bochum, Bonn, Bremen, Darmstadt, Freiburg im Breisgau, Gießen, Halle, Hamburg, Hannover, Mainz, Marburg, München, Münster, Niederbayern/Oberpfalz, Oldenburg, Ost-Niedersachsen, Potsdam, Schleswig-Holstein, Siegen und Tübingen-Hohenheim. Zwei Sterne erhielten die Studentenwerke in Bielefeld, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Saarbrücken. Einen Stern erhielt dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge keiner der Teilnehmer. Insgesamt bieten die Studierendenwerke einfallsreiche Gerichte und Nachspeisen wie Soja-Gyros mit veganem Tsatsiki und Couscous, Kürbisburger mit Cashew-Aioli und Grießflammerl mit Sauerkirschen – Tendenz steigend.

 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.


https://www.petazwei.de/so-macht-ihr-eure-mensa-veganer


Was bedeutet Veganismus ?
Mit Veganismus wird eine aus dem Vegetarismus hervorgegangene Einstellung sowie Lebens- und Ernährungsweise bezeichnet.

Vegan
lebende Menschen meiden entweder alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, oder sie lehnen generell die Verwertung tierischer Produkte und Ausbeutung der Tiere ab. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Waren darauf, dass diese frei von Tierprodukten sind und ohne Tierversuche hergestellt wurden.

Vegan lebende Menschen nennen als mögliche Motivation für ihre Lebensweise Argumente aus den Bereichen Tierethik, Klimaschutz, Umweltschutz, Gesundheit, Verteilungsgerechtigkeit, Welternährungsproblematik oder manchmal auch religiöse Gründe. Besonders nehmen inzwischen sehr viele Verbraucher/innen die Tötungsmethoden und damit oft verbundene Tierquälerei nicht mehr einfach so hin.

In Münster sind jedes Jahr neue vegane Restaurants zu finden, deren Anhängerschaft inzwischen nicht nur bei den jungen Menschen zu finden ist.  Hier erklären einige Nutzer, sich von den Geißeln der Pharmaindustrie lossagen zu wollen. Nach einigen Aussagen der Betroffenen sei Ihnen dies inzwischen bei vielen Produkten erfolgreich gelungen. Hierfür gibt es jedoch noch keine belastbaren Studien.

Laut Wikipedia, “konnte 2019 eine groß angelegte wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine vegane Ernährung die durch Lebensmittel verursachten Treibhausgase um durchschnittlich 50 bis 73% reduziert, den landwirtschaftlichen Flächenverbrauch um 76%, die Bodenversauerung um 50% und die Anreicherung von Nährstoffen. Würden alle Menschen auf Fleisch und Milchprodukte verzichten und so das derzeit für Tierprodukte genutzte Land frei werden, entspräche das der zusammengenommenen Fläche der USA, der EU, Chinas und Australiens. Durch Renaturieren dieser Fläche könnten jährlich 8 Milliarden Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre eingelagert werden.”

Eine gut geplante vegane Ernährung wird von vielen Institutionen in allen Lebensabschnitten (besonders in der Schwangerschaft, Kindheit, Stillzeit und Leistungssport) als ausgewogen angesehen und empfohlen.

Vorlage an den EuGH im “StreamOn”-Verfahren

Mit Beschluss vom gestrigen Tage hat das Verwaltungsgericht Köln das Klageverfahren der Telekom Deutschland GmbH betreffend “StreamOn” ausgesetzt und dem Europäischen Gerichtshof Fragen zur Auslegung der Verordnung (EU) 2015/2120 und den darin enthaltenen Vorschriften über die sog. Netzneutralität vorgelegt. “StreamOn” … weiterlesen

“Kündigung aus formalen Gründen unwirksam”

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