BPOL NRW: Zugbegleiter mit Spielzeugwaffe bedroht – Bundespolizei ermittelt

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Paderborn (ots) –

Am Montagabend (24. Oktober) durchlebte ein Zugbegleiter einen Schreckensmoment in der Regionalbahn auf dem Weg von Warburg nach Paderborn.

Kurz vor Willebadessen wollte der Zugbegleiter einen 50-jährigen Mann kontrollieren. Dieser konnten hierbei keinen Fahrschein vorweisen und sollte in Altenbeken den Zug verlassen. Der Pole weigerte sich und zog stattdessen eine Anscheinswaffe aus der Jacke, richtete diese auf den Zugbegleiter und drückte mehrfach ab. Glücklicherweise machte es in diesem Fall nur „Klick“.

In Paderborn angekommen wurde der Mann durch Einsatzkräfte der Bundespolizei aus dem Zug geholt. Bei der anschließenden Durchsuchung ist in der Jackentasche eine Spielzeugwaffe aufgefunden und sichergestellt worden. Weiterhin wurde das Bildmaterial der Überwachungskameras im Zug gesichert

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen. Gegen den polizeibekannten Mann wurden Strafverfahren wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und Hausfriedensbruch eingeleitet.

Weiterhin erwartet ihn zusätzlich aufgrund des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Bei der genutzten Spielzeugwaffe handelt es sich um eine sogenannte Anscheinswaffe. Anscheinswaffen sind definiert als Gegenstände, die echten Schusswaffen täuschend ähnlichsehen. Sofern diese in Größe und Erscheinung einer echten Waffe ähneln, ist der Tatbestand erfüllt.
Der Verstoß stellt zwar keine Straftat dar, kann aber im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

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Tobias Bußkamp
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Quelle: ots