Gerlingen/Las Vegas (ots) –
– Bosch-Geschäftsführerin Tanja Rückert: „Wir überbrücken mit unserer Expertise die Grenze zwischen dem Physischen und dem Digitalen.“
– Bosch-Nordamerika-Chef Paul Thomas: „Bosch kann beides – Software und Hardware. Das ist das Fundament unseres Erfolgs.“
– Umsatzerwartung: Bosch erwartet Umsatz mit Software und Services von mehr als sechs Milliarden Euro – rund zwei Drittel davon im Bereich Mobility.
– Intelligente und personalisierte Mobilität: Bosch-Software bringt neue Funktionen auch nach dem Verlassen des Händlergeländes ins Auto.
– Zusammenarbeit: Bosch macht Fabriken fit für die Zukunft – gemeinsam mit Microsoft und mit Hilfe von agentischer KI.
– US-Markt strategisch wichtig: Bosch kündigt weitreichende Zusammenarbeit mit Kodiak AI an, um gemeinsam an redundanten Plattformen für fahrerlose Lkw zu arbeiten.
– Globaler KI-Optimismus: Bosch Tech Compass zeigt große Akzeptanz – 70 Prozent der Befragten betrachten KI als entscheidend für die Zukunft.
In einer Welt, die immer digitaler wird, ist Software der unsichtbare Motor des Fortschritts. Sie prägt die Art, wie wir kommunizieren, arbeiten, Geräte im Alltag nutzen oder Güter herstellen. Doch erst wenn sie nahtlos mit der physischen Welt der Hardware verschmilzt, entfaltet sie ihr volles Potenzial. Auf der diesjährigen CES® 2026 präsentiert Bosch, wie Software und Hardware im Zusammenspiel den Weg in eine intelligentere Zukunft ebnen. „Mit unserer langjährigen Expertise in Hard- und Software überbrücken wir die Grenze zwischen dem Physischen und dem Digitalen“, sagt Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH, auf der Elektronikmesse in Las Vegas, USA. „Durch die Integration von Hard- und Software schaffen wir intelligente Produkte und Lösungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen – also ‚Technik fürs Leben‘ sind“, so Rückert weiter. „Bosch ist in beiden Welten gleichermaßen zu Hause – und wir haben uns die nötige Kompetenz dafür selbst aufgebaut. Das ist das Fundament unseres Erfolgs“, ergänzt Paul Thomas, Präsident von Bosch in Nordamerika.
Bis Anfang der nächsten Dekade erwartet Bosch einen Umsatz mit Software und Services von mehr als sechs Milliarden Euro, davon vieles bereits auf Grundlage von künstlicher Intelligenz (KI). Rund zwei Drittel dieses Umsatzes sollen dabei auf den Geschäftsbereich Mobility entfallen. Der Umsatz mit Software, Sensorik, Hochleistungscomputern und Netzwerkkomponenten wird sich bis Mitte der 2030er Jahre voraussichtlich verdoppeln – auf dann deutlich mehr als zehn Milliarden Euro. Auch bei der Anwendung und Weiterentwicklung von KI macht Bosch weiter Tempo: Bis Ende 2027 will das Technologieunternehmen mehr als 2,5 Milliarden Euro in KI investieren.
KI-Innovationen fürs Cockpit
Wenn es um die Fahrzeuge der Zukunft geht, spielt KI eine entscheidende Rolle. Bosch nutzt KI bereits heute, um Sicherheit und Komfort hinter dem Steuer zu verbessern. Auf der CES® 2026 in Las Vegas demonstriert Bosch beispielsweise das neue KI-basierte Cockpit. Hierbei handelt es sich um ein All-in-One-System, mit dem die Umgebung im Auto hochgradig personalisiert werden kann. Das Cockpit ist mit einem KI-Sprachmodell ausgestattet, das den Austausch wie mit einer realen Person ermöglicht. Darüber hinaus verfügt es über ein visuelles Sprachmodell, das sowohl das Geschehen innerhalb als auch außerhalb des Fahrzeugs interpretieren kann. Basierend darauf kann das System zum Beispiel bei der Ankunft am Zielort automatisch nach einem Parkplatz suchen oder etwa Besprechungsprotokolle für Online-Meetings erstellen.
Gleichzeitig etabliert sich Bosch als führender Anbieter von By-Wire-Systemen, einer weiteren Schlüsseltechnologie für automatisiertes und softwaredefiniertes Fahren. Diese Systeme ersetzen mechanische Verbindungen bei Bremse und Lenkung durch elektrische Signalleitungen, was völlig neue Freiheiten bei Design, Sicherheit und Software-Steuerung ermöglicht. Mit Brake-by-Wire und Steer-by-Wire erwartet Bosch bis 2032 ein kumuliertes Umsatzvolumen von mehr als sieben Milliarden Euro. Die Marktdynamik dieser Schlüsseltechnologie wird sich in den 2030er Jahren immer weiter beschleunigen.
Reiseübelkeit verringern – dank smarter Software von Bosch
Die „Vehicle Motion Management“ genannte Steuerungs-Software von Bosch ermöglicht es, die Fahrzeugbewegung in allen sechs Freiheitsgraden zu regeln, indem sie Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk zentral ansteuert. Die einzelnen Aktuatoren lassen sich dadurch besser aufeinander abstimmen, effizienter nutzen und in Zukunft sogar auf die Bedürfnisse des Fahrers einstellen. Mit Vehicle Motion Management lassen sich beispielsweise Fahrzeug-Rollbewegungen in Kurven oder Nickbewegungen beim Anhalten im Stop-and-Go-Verkehr signifikant reduzieren, was etwa der Reiseübelkeit vorbeugt – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren.
Apropos: Mit dem neuen „Radar Gen 7 Premium“, der auf der CES in Las Vegas Weltpremiere feiert, präsentiert Bosch wegweisende Technologie in der Kombination aus Sensorik und KI. Der Radarsensor verbessert Fahrassistenzfunktionen wie etwa den Autobahnpiloten. Dank spezieller Antennenkonfiguration ermöglicht er höchste Winkelpräzision und eine sehr hohe Reichweite. So erkennt der Sensor beispielweise sehr kleine Objekte wie Paletten und Autoreifen auf über 200 Meter Entfernung. Dadurch kann er etwa verlorene Ladungen oder andere Verkehrsteilnehmer selbst in komplexen Verkehrssituationen präzise erkennen und so ein geeignetes Fahrmanöver auslösen.
Auch E-Bikes werden dank Boschs Expertise in Hard- und Software sicherer denn je: Die „eBike Flow App“ erhält jetzt eine neue Funktion, die es Nutzern ermöglicht, ihr E-Bike oder die Batterie als gestohlen zu kennzeichnen. Das erschwert es Dieben, das E-Bike oder die Batterie weiterzuverkaufen, denn: Sobald Gebrauchtkäufer, Fachhändler oder Behörden versuchen, sich über die „eBike Flow App“ mit dem E-Bike zu verbinden, erhalten sie einen Warnhinweis.
Unsichtbare Helden der Digitalisierung: MEMS-Sensoren
Unabhängig davon, ob es sich um Hightech-Geräte im Auto, in der Industrie oder im Privatbereich handelt: Es sind superkleine Sensoren, die Innovationen ermöglichen. Bosch präsentiert auf der CES seine neueste KI-MEMS-Sensorplattform BMI5. Alle auf dieser Basis entwickelten Sensoren zeichnen sich durch hohe Präzision, Robustheit und Energieeffizienz aus. Zudem verfügen sie über integrierte KI-Funktionen, die Bewegungen, Positionen und sogar Kontexte erkennen können. Die neuen Bewegungssensoren kommen etwa bei Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen zum Einsatz. Sie verfolgen Kopfbewegungen präzise und nahezu ohne Verzögerung, sodass Benutzer in 3D-Umgebungen ganz natürlich interagieren können. Zudem helfen sie Robotern ihre Umgebung und Bewegungen mit hoher Genauigkeit zu erfassen – beispielsweise zeigen sie humanoiden Robotern, wie sie den richtigen Weg finden, selbst wenn das Kameraobjektiv durch einen Gegenstand verdeckt ist.
Bosch kooperiert mit Microsoft bei „Manufacturing Co-Intelligence®“
Auf der CES® 2026 in Las Vegas hat Bosch nun die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Microsoft bekanntgegeben. Gemeinsam mit Microsoft wird Bosch sein „Manufacturing Co-Intelligence®“-Angebot erweitern und dabei Potenziale prüfen, um durch den Einsatz von agentischer Künstlicher Intelligenz (KI) die Produktion zu revolutionieren. Die beiden Unternehmen werden in Las Vegas eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen.
Agentische KI kann sehr große Datenmengen interpretieren, weitgehend autonom Entscheidungen treffen und Aufgaben ausführen, um Produktion, Wartung und Lieferketten zu optimieren. „Sie macht Fabrikprozesse intelligenter“, sagt Tanja Rückert. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das tiefe industrielle Wissen von Bosch im Bereich Produktion und Industriesoftware mit der führenden IT-Infrastruktur und Software-Expertise von Microsoft zu vereinen. Die beiden Unternehmen wollen es Kunden ermöglichen, bestehende Fertigungsprozesse mit KI-gestützten Lösungen skalierbar zu machen, damit Fabriken nicht nur effizienter werden, sondern Unternehmen auch ihre Mitarbeitenden entlasten können. So lassen sich beispielsweise durch die frühzeitige Erkennung von Abweichungen im Produktionsprozess Ausfallzeiten minimieren und Produktionskosten senken. Einer der ersten Kunden von Bosch für die „Manufacturing Co-Intelligence®“ ist die Sick AG, ein weltweit führender Hersteller von Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen.
Revolutionärer Schutz vor Fälschungen – aus der Hosentasche
Ein weiteres CES-Highlight ist Boschs innovativer Ansatz im Kampf gegen Produktfälschungen. Mit Origify präsentiert Bosch eine smarte Lösung, die Produkte mit einer digitalen DNA versieht. Es handelt sich hierbei um ein Software-Ökosystem mit einer Kerntechnologie zur Oberflächenmuster-Erkennung, das die Echtheit physischer Güter überprüft. Anstatt auf zusätzliche Etiketten, Chips oder Codes zu setzen, analysiert Origify die einzigartigen, nicht kopierbaren physikalischen Merkmale der Oberfläche eines Produkts und weist ihm so eine fälschungssichere digitale Identität zu. Einmal im System registriert, kann die dazugehörige Detector-App eine schnelle und zuverlässige Verifizierung ermöglichen: Über einen Live-Videostream des Objekts lässt sich innerhalb von Sekunden feststellen, ob es sich um ein Original handelt – oder eine Fälschung.
Bosch in den USA: Wachstum, Investitionen und starke Partnerschaften
Die USA bleiben für Bosch ein wichtiger und strategischer Wachstumsmarkt. „Unsere Zusammenarbeit mit Microsoft ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir Wachstum, Investitionen und Kooperationen hier in den USA weiter vorantreiben – und das ist nur ein Beispiel von vielen“, sagt Paul Thomas. Neben der bereits erwähnten Zusammenarbeit mit Microsoft treibt Bosch zahlreiche weitere Initiativen im US-Markt voran. Dazu gehört auch eine Vereinbarung mit Kodiak AI, einem Vorreiter im Bereich des autonomen Fahrens für Lkw. Bosch und Kodiak AI arbeiten gemeinsam an fahrzeugunabhängigen, redundanten Plattformen für fahrerlose Lkw. Eine solche Plattform ist ein umfassendes System aus spezialisierter Hardware und Software, das in Standard-Lkw integriert wird, um ihnen autonome Fahrfähigkeiten zu verleihen. Bosch liefert dabei eine Vielzahl von Hardware-Komponenten – darunter Sensoren und Komponenten etwa für Lenkaktuatoren – für diese Plattformen. Zudem modernisiert Bosch derzeit seine Siliziumkarbid-Wafer-Fabrik in Roseville, Kalifornien. Das Ziel: Die Produktion dieser essenziellen Technologie für die Elektromobilität zu stärken.
Bosch Tech Compass: KI als treibende Kraft der Zukunft
Der Bosch Tech Compass, eine Umfrage bei insgesamt mehr als 11 000 Personen in weltweit sieben Länder, zeigt, dass die Mehrheit der Menschen KI als die einflussreichste und positivste Technologie der kommenden Jahre sieht. Eine Schlüssel-Erkenntnis ist die steigende Begeisterung für KI weltweit, wobei 70 Prozent der Befragten sie als entscheidend für die Zukunft betrachten. Begleitet wird diese positive Einstellung von einer gleichzeitig zunehmenden Fortschrittsmüdigkeit. Laut Bosch-Studie birgt KI trotz der großen Hoffnungen auch Sorgen vor negativen gesellschaftlichen Auswirkungen – keine andere Technologie wird gleichzeitig so stark als mögliche Bedrohung für die Gesellschaft gesehen. Allgemein wünschen sich 57 Prozent einen „Pause-Knopf“, um die Auswirkungen der technologischen Entwicklung besser zu verstehen.
Pressebilder und Infografiken im Bosch Media Service unter www.bosch-presse.de.
Pressekontakt:
Athanassios Kaliudis
Telefon: +49 711 811-7497
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: Robert Bosch GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots
