Führungskräfte stehen in Verantwortung

0
1240

Der unternehmerische Erfolg hängt maßgeblich mit dem Agieren von Führungskräften zusammen. Sie sind es, die den Beschäftigten Visionen und Ziele vermitteln, der Arbeit Struktur verleihen und verantwortungsvolle Entscheidungen zum Wohle des Unternehmens fällen. Gute Führungskräfte haben die Fähigkeit, ihre Mitarbeiter zu motivieren und besser zu machen.

Dies und die Repräsentation des Unternehmens nach außen und innen hin sowie ein konstruktives Konfliktmanagement im Krisenfall sind nur einige der Aufgaben, denen sich Führungskräfte im harten Betriebsalltag jeden Tag aufs Neue stellen müssen.

Alles in allem ist Führung Bürde und Privileg zugleich. Führungskräfte müssen auf der einen Seite länger und härter arbeiten als ihre durch die arbeitsrechtlichen Bestimmungen geschützten Untergebenen. Auf der anderen Seite verdienen sie aber deutlich mehr und haben sich einen Status erarbeitet, der zur Zufriedenheit Anlass sowie Hoffnung auf einen weiteren Aufstieg gibt – als Person und mit dem Unternehmen.

Auch Führungskräfte müssen lernen

Die meisten Führungskräfte eint ein ausgeprägter Ehrgeiz, der es ihnen erlaubt, sich höhere Ziele zu setzen und diese konsequent zu verfolgen. Mit einer gesunden Work-Life-Balance geben sie sich nicht zufrieden. Um mit ihrer hohen Verantwortung dem Unternehmen zu helfen und ihre eigene Karriere zu fördern, sind auch Führungskräfte gut beraten, die vielfältigen Möglichkeiten für die Weiterbildung zu nutzen, die es inzwischen speziell für Führungskräfte gibt.

Führungskräfte Seminare ermöglichen Managern und anderen Entscheidungsträgern die Fortbildung mithilfe von Themen, die eng mit den typischen Herausforderungen von Führungskräften in Beziehung stehen. Durch sie können Führungskräfte ihr Profil schärfen und sich wertvolles Spezialwissen erwerben, das sie von anderen abhebt.

Unsere Tipps für Führungskräfte

Ohne den Anspruch zu erheben, der Komplexität von Seminaren auch nur im Ansatz gerecht zu werden, hoffen wir, mit unseren Tipps Führungskräften zumindest einige praktische Inspirationen zu geben, die diese für Ihr Unternehmen mit einem Mehrwert für alle umsetzen können.

Prinzip der Reziprozität

Soziologen haben die Reziprozität als menschliches Grundprinzip, das soziale Zusammenhänge reguliert, erkannt und beschrieben. Ihnen nach revanchieren sich Menschen für die Art der Behandlung, die ihnen zuteilwird. Ferner spiegeln sie die Haltung wider, die andere ihnen entgegenbringen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Beschäftigte, die respektvoll und wertschätzend behandelt werden, dazu tendieren, das ihnen entgegengebrachte Vertrauen zu erwidern.

Schleifer und Tyrannen haben ausgedient, Gewalt führt zur Gegengewalt.

Motivation: intrinsisch kommt vor extrinsisch

Motivation wird in intrinsische und extrinsische Anlässe voneinander unterschieden. Intrinsische Motivation ist die Triebfeder, die aus eigenem Antrieb kommt, während extrinsische Motivation von außen durch Lob und Kritik veranlasst wird. Da die intrinsische Motivation – nomen est omen – beim Mitarbeiter von innen kommt, ist sie nachhaltiger als die extrinsische Motivation.

Gute Führungskräfte sollten deshalb die intrinsischen Motive, die Beschäftigte zur Arbeit anspornt, priorisieren. Dies geschieht durch interessante Arbeitsabläufe, Einbindung in Prozesse, kreative Freiräume und die Stärkung des Betriebsklimas, etwa durch Maßnahmen zum Teambuilding.

Kultur des Feedbacks

Kommunizieren Vorgesetzte wenig mit ihrer Belegschaft, wissen die einzelnen Arbeitskräfte oft nicht richtig, was von ihnen verlangt wird. Ihnen fällt es ferner schwer, ihre eigene Arbeit richtig einzuschätzen. Schlimmstenfalls machen sie denselben Fehler immer wieder. Führungskräfte sollten sich deshalb nicht scheuen, bei Bedarf einzugreifen, indem sie mit einer konstruktiven Kritik ihren Beschäftigten dabei helfen, ihre Mängel zu überwinden.

Im Gegenzug können Beschäftigte, die Aufgaben ausgezeichnet bewältigt haben, gern ein Lob zu hören bekommen, um ihre Motivation zu steigern. Das Ziel von guten Vorgesetzten sollte es sein, jeden Mitarbeiter jeden Tag ein Stück weit besser zu machen.

Kunst der Delegation

Gute Führungskräfte machen nicht alles allein, sondern übertragen Verantwortung durch Delegation. Die Delegation kann abhängig vom Grad der gewährten Freiräume in fünf Stufen erfolgen:

  • 1. Stufe: „Setze um“

  • 2. Stufe: „Arbeite Dich ein“

  • 3. Stufe: „Erarbeite Vorschläge“

  • 4. Stufe: „Entscheide mit Rückmeldung“

  • 5. Stufe: „Entscheide ohne Rückmeldung“

Vorteile der Delegation sind die Entlastung der Führungskraft, die Förderung von Mitarbeitern sowie ihr Zugewinn an Loyalität und Motivation. Wer eingebunden wird, identifiziert sich stärker mit dem Unternehmen. Der Grad der Freiräume für den Beschäftigten bei der Bearbeitung der ihm angetragenen Aufgaben erfolgt in Abhängigkeit zur Betriebskultur sowie zur Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit des Beschäftigten.