POL-HX: Groß-Übung der Polizei in Brakel: Einsatzkräfte überwältigen vermeintlichen Angreifer

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Brakel (ots) –

„Vor die Lage kommen“ ist bei der Polizei eine gern genutzte Redewendung. Bedeutet: Vorbereitet sein, damit im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist. Dazu gehört auch regelmäßiges Training. Eine solche Übung in etwas größerem Stil hat die Kreispolizeibehörde Höxter am vergangenen Donnerstag im Stadtgebiet Brakel inszeniert. Manch aufmerksamem Bürger wird die Ansammlung an Einsatzfahrzeugen womöglich aufgefallen sein, die erst im Bereich der Stadthalle und später in Richtung Thermo-Glas-Stadion unterwegs war.

Angenommene Übungslage war eine Bedrohung: Eine Zeugin hatte die Einsatzleitstelle der Polizei alarmiert. Ihre Freundin werde von deren Ex-Partner bedroht. Er sei mit einem Messer bewaffnet und habe sie im Auto der Zeugin in seiner Gewalt. Die Zeugin habe flüchten können. Wo genau sich das Auto in Brakel befindet, konnte die Zeugin zunächst nicht sagen.

Während sich die Leitstelle um den fingierten Notruf kümmert, laufen im Hintergrund weitere Maßnahmen an. Und genau in diesen organisatorischen Fragen steckt der Sinn der Übung: Welche Kräfte werden jetzt in welcher Anzahl benötigt? Wo sollen sie sich postieren? Sind Straßensperren nötig, damit die Einsatzkräfte ungestört arbeiten können und keine weiteren Personen gefährdet werden? Wie funktioniert die Kommunikation untereinander? Welche Informationen gibt es über den Täter und das Opfer? Und wo genau ist überhaupt die Einsatzörtlichkeit?

Parallel dazu müssen auch die „echten“ Einsätze von der Polizei bewältigt werden. So müssen viele Zahnräder gleichzeitig ineinandergreifen. Übungsleiter und Schiedsrichter überwachen den Fortschritt der einzelnen Maßnahmen während der Übung ganz genau.

Nach kurzer Zeit ist klar: Der vermeintliche Messer-Angreifer parkt in Brakel in der Nähe des Thermo-Glas-Stadions. Er ist alleine im Auto. Seine Ex-Partnerin konnte zwischenzeitlich entkommen und wird von Einsatzkräften betreut. Zugriffskräfte machen sich vor Ort startklar mit Schutzwesten, Helmen und Übungswaffen. Dann geht plötzlich alles ganz schnell: Die Zugriffskräfte überraschen den Angreifer am Auto. „Übungsende“ schallt es über den Platz, als der Darsteller von den Einsatzkräften überwältigt im Schnee liegt.

Aufatmen, alles gut gegangen, die Übungsleiter nicken zufrieden. Eine erste Lagebesprechung vor Ort ergibt: Der Einsatz habe gut funktioniert. Wo es im Detail noch besser laufen könnte, ergibt eine ausführliche Nachbesprechung am Nachmittag. Doch die beteiligten Kräfte sind überzeugt: Sollte sich eines Tages eine ähnliche Lage in der Realität ergeben, dann weiß jeder, was zu tun ist. (nig)

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Quelle: ots