POL-RE: Castrop-Rauxel: Nach Tuningtreff Am Landwehrbach – Szene muss sich auf verstärkte Kontrollen einstellen

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Recklinghausen (ots) –

Nach einem Treffen der Tuningszene am Freitag, den 04.11.2022, kam es zu mehreren Vorfällen, die nun strafrechtlich verfolgt werden. Auf einem Parkplatz Am Landwehrbach fanden sich in den späten Abendstunden in der Spitze bis zu 500 Fahrzeugen und etwa 1.000 Teilnehmende ein.

Bei der ersten Kontaktaufnahme und Kontrolle von Personen und Fahrzeugen, wurden die Einsatzkräfte der Polizei bereits bedrängt, weshalb weitere Kräfte hinzugezogen und sämtliche Zufahrten gesperrt wurden. Als die Teilnehmenden per Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert wurden, zündeten einige bislang Unbekannte Böller, wobei auch eine 21-Jährige aus Castrop-Rauxel leicht verletzt und in einem Krankenhaus behandelt wurde. Bisher ist nur bekannt, dass es sich um eine kleine Gruppe von drei Männern gehandelt haben soll. Zudem warf ein Unbekannter einen Brandsatz (Molotow Cocktail) in Richtung eines Streifenwagens. Dabei wurden zum Glück weder Personen verletzt, noch Sachwerte beschädigt.

Die Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen bezieht zu den Vorkommnissen am Wochenende klar Stellung: „Es ist die eine Sache, sich ruhig und geordnet zu treffen und seine Zeit zusammen zu verbringen. Aber am Freitagabend fanden wir eine ganz andere Situation vor. Diejenigen, die Polizistinnen und Polizisten angreifen und Verletzungen anderer in Kauf nehmen, sind Straftäter und wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen sie vorgehen. Der Einsatz hat uns einmal mehr gezeigt, dass unsere Kontrollen der Raser- und illegalen Tuningszene notwendig sind und, dass über deren Notwendigkeit nicht mehr diskutiert werden muss. Mit einer Null-Toleranz-Strategie werden wir auch in Zukunft intensiv auf den Straßen unterwegs sein. Die Raser- und illegale Tuningszene wird sich – auch im Austausch mit anderen Behörden – auf verstärkte Kontrollen einstellen müssen.“

Die Beamten trafen zunächst auf eine Zusammenkunft von etwa 200-300 Fahrzeugen, die dann aber schnell weiteren Zulauf erhielt. Der Einsatz wurde um 00.20 Uhr beendet und der Bereich wieder freigegeben. Die Spezialisten der Sachbearbeitung haben die Ermittlungen aufgenommen. Strafrechtlich leitete die Polizei Verfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz (Molotow Cocktail) ein. Die Ermittlungen dauern an.

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Corinna Kutschke
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Quelle: ots