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Ausnahmezustand in Münster und Greven

Starkregenereignis im Stadtgebiet Münster und Greven

Im beiden Stadtgebieten herrscht seit Montag, 28.07.2014, ca. 16 Uhr, eine Extremwetterlage, die sich insbesondere in einem anhaltenden Starkregen ausdrückt. Die Feuerwehr hat aufgrund der Vielzahl der Notrufe den Ausnahmezustand erklärt. In Münster ist eine Person ertrunken, eine Person wurde schwer verletzt, eine Person konnte von der Feuerwehr gerettet werden.

Seit ca. 16.00 Uhr haben die Leitstellen der Feuerwehren in Greven und Münster über 2.000 Notrufe erreicht. Die Feuerwehr geht davon aus, dass es darüber hinaus auch viele Anrufversuche gegeben hat, die nicht zur Leitstelle vorgedrungen sind, da die 16 Notrufleitungen der Feuerwehr in Münster völlig überlastet waren.

In Münster hat die Leitstelle der Feuerwehr Vollalarm für die ausgelöst, d.h. alle 3 Löschzüge der Berufsfeuerwehr und alle 20 Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Münster sind im Einsatz. Es wurde über die Bezirksregierung Münster überörtliche Hilfe angefordert. Mehrere Feuerwehreinheiten aus den Kreisen Coesfeld und Warendorf sind in Münster im Einsatz. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützt mit schwerem Gerät. Alle vier Sanitätsorganisationen (DRK, JUH, MHD und ASB) sind im Einsatz und haben die Notfallrettung im Stadtgebiet weitgehend übernommen, um die Feuerwehr zu entlasten.
Aus dem Kreis Warendorf wurden weitere Sanitätskräfte angefordert, da vorübergehend befürchtet werden musste, dass Teile eines Krankenhauses wegen Überflutungen evakuiert werden müssen. Durch einen massiven Einsatz von Pumpen konnte dies verhindert werden.

Einsatzschwerpunkte waren gleich zu Beginn des Unwetters ein Unfall auf der Annette-Allee am Aasee, wo ein großer Ast auf ein stehendes Auto gestürzt ist und dadurch eine Frau im PKW schwer verletzt wurde.
Im weiten Verlauf des Abends wurden der Feuerwehr an mehreren Stellen im Stadtgebiet Notlagen gemeldet, bei denen Personen in überfluteten Kellergeschossen vermisst wurden und ihr Ertrinken befürchtet werden musste. In zwei Fällen bestätigte sich diese Notlage. In einem Fall konnten Taucher der Feuerwehr eine männliche Person nur noch tot bergen, in einem anderen Fall konnte eine Person lebend gerettet werden.

Aktuell arbeiten ca. 700 Einsatzkräfte der Feuerwehr und ca. 100 Helfer des Technischen Hilfswerks die über 1.000 Einsatzstellen ab.
Die Einsätze werden sich noch über den gesamten Dienstag hinziehen.

 

Auch in Greven herrscht zur Zeit noch Ausnahmezustand. Die komplette Innenstadt wurde durch die Polizei abgesperrt und für viel Bewohner ging es nur noch durch die hohen Fluten nach Hause. Auch hier haben die Rettungsdienste keine Zeit für Pausen. Auch der größte K&K Markt in Deutschland wurde von den Wassermassen nicht vrschont und musste am frühen Abend schließen, da Teile der Dachverkleidung durch die Wassermassen brachen und der Markt nach kurzer Zeit komplett unter Wasser stand.

Update:

Das Rathaus in Greven befindet sich im Notbetrieb. Auch der Strom rund um das Rathaus und einiger angrenzender Straßen ist ausgefallen. Die Stadtwerke sind ebenso wie die Rettungskräfte mit Hochdruck an der Schadensbehebung beschäftigt. Es wurde eine Zentralnummer eingerichtet, diese ist unter 02571 920121 erreichbar. Wer nur wenig Wasser im Keller hat, sollte versuchen sich selbst zu helfen, sofern sie sich dabei nicht gefährden. In allen anderen Fällen wird es zu sehr langen Wartezeiten kommen.

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