Umfrage ergibt: Über die Hälfte der Deutschen spielen Videospiele

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Quelle: "Yan Krukov / pexels.com"

Die deutschen Bundesbürger lieben Spiele. Das zeigen die Ergebnisse diverser Umfragen und Studien, die den deutschen Games-Markt unter die Lupe nehmen. So sind Videospiele längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wo sie in sämtlichen Altersgruppen für Unterhaltung sorgen: Damit sind über die Hälfte der Deutschen bereits dabei, während immer mehr Bürger zur Konsole, PC und Smartphone greifen, um selbst in die Welt der Spiele einzutauchen. Das zeigt sich auch eindeutig am immensen Wachstum der Games-Branche in Deutschland. Inzwischen stellen Videospiele sogar nicht nur ein Hobby dar, sondern haben sich mit dem anhaltenden Wachstum des E-Sports auch zu einem Karriereweg für professionelle Gamer entwickelt. Videospiele gewinnen damit sowohl für die Gesellschaft als auch für die Wirtschaft stetig an Bedeutung.

Der Markt boomt

Es zeigt sich eindeutig: Der deutsche Spielemarkt boomt. Besonders im vergangenen Jahr konnte die Branche ein beachtliches Wachstum verzeichnen und mit einem Plus von 32 Prozent einen Jahresumsatz in Höhe von über 8,5 Milliarden Euro erreichen. 2021 geht bisher genauso erfolgreich weiter: So konnte bereits in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 22 Prozent und ein Umsatz in Höhe von 4,6 Milliarden Euro verzeichnet werden. Dieses Wachstum der Branche zeigt sich in sämtlichen Segmenten von Hardware bis Software und Online-Services. Diese Daten basieren auf den Ergebnissen durch Marktforschungen der Unternehmen GfK und App Annie, welche durch den Branchenverband game veröffentlicht wurden.

Doch dass der Markt boomt, zeigt sich nicht nur an den Umsätzen der Videospielindustrie, sondern auch im professionellen Bereich. So gewinnt das professionelle Austragen von Turnieren in Videospielen stetig an Bedeutung. Immer mehr Gamer bestreiten den Weg als E-Sportler und treten auf internationalen Turnieren an. Hierbei geht es inzwischen allerdings um weitaus mehr als Ruhm und Ehre, denn über die Jahre sind die Preisgelder ins Unermessliche gestiegen. Das Game Dota 2 führt die Rangliste an: Bei der Weltmeisterschaft The International 2018 winkte ein Preisgeld in Höhe von 25,5 Millionen Dollar. 2021 wurde der Rekord für den höchsten E-Sport-Preispool mit 40 Millionen Dollar erneut geknackt. E-Sport hat auch in Deutschland längst einen hohen Stellenwert, während sich immer mehr professionelle Teams auf internationalen Turnieren behaupten. Seit diesem Jahr sponsert die Versicherungsgruppe die Bayerische Berlin International Gaming (BIG), eine der erfolgreichsten E-Sport-Organisationen Europas. Das zeigt, dass sogar traditionsreiche Unternehmen wie die Bayerische den Zukunftsmarkt Gaming entdecken und unterstützen.

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Immer mehr Bundesbürger spielen

Der Videospiel-Boom spiegelt sich auch eindeutig im Verhalten der deutschen Bundesbürger wider. So steigt die Anzahl der deutschen Spieler Jahr um Jahr stetig und konnte zuletzt ein neues Rekordhoch erreichen: Über die Hälfte der Deutschen spielen. Dies ergab eine Umfrage von GfK, dessen Ergebnisse durch den Branchenverband veröffentlicht wurden. Insgesamt spielen demzufolge 58 Prozent der Deutschen zwischen 6 und 69 Jahren. Im vergangenen Jahr entschieden sich mit einem Zuwachs an Spielern von 5 Prozent mehr Bürger dazu, zu spielen, als je zuvor. Sowohl am PC, an der Konsole und am Smartphone wird gespielt, die beliebteste Spieleplattform ist allerdings das Mobilgerät. 2020 griffen beachtliche 22,6 Millionen Bürger zum Smartphone, um zu spielen.

Die Frage, wer von den Deutschen spielt, lässt sich mit einem „alle“ beantworten. Denn sowohl Männer als auch Frauen und sämtliche Altersgruppen tauchen inzwischen in Spielwelten ab. Aktuell machen rund 52 Prozent der deutschen Spieler Männer aus, 48 Prozent sind Frauen. Die Altersgruppe, die am meisten spielt, könnte einige überraschen: So machen die 50- bis 59-Jährigen mit 19 Prozent den größten Anteil der deutschen Gamer aus. Gemeinsam mit den 60- bis 69-Jährigen machen sie fast ein Drittel der Spieler in Deutschland aus. Dicht folgt die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen, die 17 Prozent ausmachen. Das Durchschnittsalter der Spieler in Deutschland wächst damit seit einigen Jahren an. Lag dieses 2016 noch bei 35 Jahren, liegt es 2021 bei 37,4 Jahren.

Videospiele gehören in unserer Gesellschaft bereits zum Alltag und gewinnen sowohl hobbymäßig als auch auf professioneller Ebene stetig an Bedeutung. Der Markt boomt, während immer mehr Bundesbürger zu Videospielen greifen. Bereits über die Hälfte der Deutschen ist dabei, und der Trend zeigt eindeutig, dass es für die Videospielbranche weiter bergauf gehen wird.