Münster ist und bleibt eine offene Stadt

“Münster ist und bleibt eine offene Stadt. Flüchtlinge sind hier willkommen”, stellt Oberbürgermeister Markus Lewe nach dem Brandanschlag auf die im Bau befindliche Unterkunft an der Westfalenstraße im Stadtteil Hiltrup fest. Der Oberbürgermeister verurteilte den allem Anschein nach fremdenfeindlichen Vorfall. “Die Stadtgesellschaft hat in der Vergangenheit eine vorbildliche Willkommenskultur gelebt. Sie wird sich nicht von Brandstiftern auseinander dividieren lassen”, sagte der Oberbürgermeister, der sich (am Donnerstag, 28.04.2016) auf einer Dienstreise im Ausland befindet und sich dort unverzüglich über den Vorfall informieren ließ.

Sofort nach Bekanntwerden des Anschlags machten sich Sozialdezernentin Cornelia Wilkens und Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer vor Ort ein Bild von dem Schaden. Das betroffene Gebäude sollte im Juni an die Stadt Münster übergeben werden. Wie lange sich die Fertigstellung verzögert, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Das Haus wird Platz für 50 Flüchtlinge bieten und im Auftrag der Stadt vom DRK betrieben werden.

Schon längere Zeit geplant ist eine Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation in Hiltrup mit Oberbürgermeister Lewe. Er hat für Dienstag, 10. Mai, um 18.30 Uhr in die Stadthalle an der Westfalenstraße eingeladen. “Sehr viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich im Stadtbezirk Hiltrup ehrenamtlich, um die Zuflucht suchenden Menschen willkommen zu heißen und sie in ihrem neuen Alltag zu unterstützen. Gleichzeitig bestehen aber auch Sorgen und Ängste in der Bevölkerung: Wie wird sich der Zuzug von Flüchtlingen auf den Stadtteil, die Kindertageseinrichtungen und die Schulen auswirken?” heißt es in der Einladung zu dem Informationsabend. Zusammen mit dem Oberbürgermeister werden Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, Fachleute aus der Stadtverwaltung, von der Polizei und anderen Kooperationspartnern für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.