Erreichbarkeit der deutsch-niederländischen Grenzregion verbessern

Das Städtenetzwerk MONT, bestehend aus den Städten Münster, Osnabrück und der Netwerkstad Twente (Enschede, Hengelo, Almelo, Borne, Oldenzaal), setzt sich gemeinsam mit der Euregio für eine bessere Erreichbarkeit der deutsch-niederländischen Grenzregion ein. Die Partner besiegelten ihr Vorhaben mit einem „Letter of intent“.

Der Euregio-Raum liegt an den Achsen der europäischen Metropolen Randstad – Bremen/Hamburg – Rhein/Ruhr und Hannover/Berlin. Hier leben 3,4 Millionen Menschen. In weniger als zwei Stunden Reisezeit sind mehr als 20 Millionen Menschen erreichbar. Obwohl die Region im Zentrum wichtiger Verkehrsnetze liegt, lässt die Erreichbarkeit noch zu wünschen übrig.

In verschiedenen gemeinsamen Resolutionen, so auch zum Bundesverkehrswegeplan, haben sich die MONT-Städte und die Euregio bereits für eine Verbesserung der Straßen-, Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur positioniert. Konkret setzen sie sich ein für den Ausbau der Straßenverbindung Zwolle – Münster zu einer qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen grenzüberschreitenden Fernstraßenverbindung und für einen besseren Verkehrsfluss beim Kreuz Azelo-Buren in den Niederlanden. Im Schienenverkehr ist neben dem Ausbau der West-Ost-Achse Amsterdam – Berlin die Strecke Münster – Hengelo – Zwolle als weitere internationale grenzüberschreitende Zugverbindung im Fokus, wobei die Elektrifizierung, der Einsatz kapazitätsstarker Züge und eine weitere Angebotsverdichtung als konkrete Maßnahmen benannt werden.

Onno van Veldhuizen, der stellvertretend für die MONT-Städte den „Letter of Intent“ unterzeichnete, sieht in dem Korridor Münster – Hengelo – Zwolle ein zentrales wirtschaftliches Wachstumspotenzial, das einer deutlichen qualitativen und quantitativen Verbesserung auf Straße und Schiene bedarf. Rob Welten, Vorsitzender der Euregio, stellt eine Interreg-Studie für den Luftverkehr unter Beteiligung der Region und der MONT-Städte in Aussicht. Hierbei soll auch die Anbindung des Flughafens Münster-Osnabrück an die Niederlande betrachtet werden. Für Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe ist der Ausbau der internationalen und interregionalen Erreichbarkeit über alle Verkehrsträger eine dringende Aufgabenstellung für die Zukunft und unabdingbare Voraussetzung für eine weitere Entwicklung der zentralen Region im europäischen Wirtschafts- und Verkehrsraum.

Neben dem Infrastrukturausbau soll auch der Wirtschaftsverkehr unter die Lupe genommen und dabei der Austausch zu innovativen City-Logistik-Konzepten forciert werden. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Osnabrück, erläutert, man wolle die Lagegunst der Region für verladende Unternehmen nutzen und mit neuen Technologien in der Transportabwicklung auch im Umweltbereich punkten.

Foto: Die Stadtspitzen aus Almelo, Enschede, Hengelo, Münster und Osnabrück und der Vorsitzende der Euregio unterzeichneten in Enschede eine Erklärung für eine bessere Erreichbarkeit der Grenzregion.