Tagesarchive: 14. Januar 2019

Welche Versicherung zahlt für Schäden?

– Heftige Böen, Stark­regen, Schnee­massen, Lawinen: Sturmtief Benjamin sorgt für Wind­geschwindig­keiten von über 100 km/h, die Lübe­cker Altstadt ist unter Wasser, Teile von Wismar ebenso. Während die Behörden an der Nordsee vor einer Sturm­flut warnen, fragen sich Haus­besitzer: Wer kommt für mögliche Schäden auf? Wir klären, welche Versicherungen Haus­besitzer und Mieter brauchen, wer zahlt, wenn abge­brochene Äste aufs Auto fallen – und welche Ansprüche Bahn­kunden haben, wenn ihr Zug ausfällt.

Spaziergänge: Gefahr von oben
Ganz wichtig: Wer bei Sturm und orkan­artigen Böen nach draußen muss, sollte besonders vorsichtig sein. Bei schweren Unwettern können sich Dachziegel losreissen und auf die Straße knallen, Äste können durch die Wucht des Sturms vom Baum brechen. In Berlin lösten sich Fassaden­teile von einem Hoch­haus an der Marzahner Promenade und stürzten herab. Verletzt wurde niemand. Von Spaziergängen im Wald raten Behörden dringend ab. Der Aufenthalt im Freien ist riskant. Wenn möglich, sollte man lieber im Haus bleiben.

Schäden am Gebäude Wohn­gebäude­versicherung.
Sie ist für Schäden am Haus zuständig. Geld vom Versicherer gibt es aber erst, wenn ein Sturm mindestens Wind­stärke acht erreicht. Voraus­setzung ist, dass der Kunde Schäden durch Sturm und Hagel in die Police aufgenommen hat. Ob es wirk­lich Stärke acht war, muss der Kunde nicht selber messen. Es reicht, wenn eine Wetter­station solche Sturm­stärken in der betreffenden Gegend gemessen hat, urteilte das Ober­landes­gericht Karls­ruhe (Az. 12 U 251/04). Die Versicherer ersetzen beispiels­weise die Kosten für abge­deckte Dächer, abge­knickte Schorn­steine oder Schäden am Haus durch umge­stürzte Bäume. Neben­gebäude wie Garten­haus oder Garage auf dem gleichen Grund­stück sind ebenfalls versichert, wenn sie in der Police vermerkt sind.

Elementarschaden-Zusatz­versicherung.
Diese Police wird immer wichtiger. Denn Wetter­experten gehen davon aus, dass schwere Unwetter zunehmen. Der Schutz gilt vor allem bei Schäden durch Über­schwemmungen, Erdrutsch, Lawinen, Erdbeben. Vor allem Stark­regen können über­all nieder­gehen. Weil sie lokal eng begrenzt bleiben, oft auf einen Stadt­teil oder nur einige Straßenzüge, während es ein paar Ecken weiter deutlich weniger regnet, sind sie kaum vorher­sagbar. Deshalb ist der Elementarschaden­schutz auch in Gegenden wichtig, die fernab von einem Fluss oder von Bergen liegen, die also nicht direkt durch Hoch­wasser oder Lawinen bedroht sind (siehe Elementarschäden versichern). Die Police wird als Ergän­zung zur Gebäude­versicherung und zur Hausrat­versicherung angeboten. Leider bekommen Haus­besitzer, die in den vergangenen Jahren fünf oder zehn Jahren einen solchen Schaden hatten, oft keinen Vertrag. Unser Vergleich Gebäudeversicherungen zeigt empfehlens­werte Tarife, mit denen sich Haus­eigentümer schützen können. Für viele Versicherte lohnt sich ein Wechsel, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen sind enorm.

Wichtig: Wenn etwas passiert ist, muss der Haus­besitzer sich kümmern. Ihn trifft die so genannte Schaden­minderungs­pflicht. In der Praxis heißt das zum Beispiel, dass er ein vom Sturm einge­drücktes Fenster oder ein durch herunter­gewehte Ziegel entstandenes Loch im Dach – soweit gefahr­los möglich – mit einer Plane abdecken muss, damit nicht noch mehr Regen­wasser eindringt.


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