BPOL NRW: Versuch Kumpel zu befreien gescheitert – Bundespolizisten angegriffen

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Dortmund (ots) –

Am gestrigen Abend (9. April) überprüften Bundespolizisten in einer S-Bahn in Dortmund eine auffällige Personengruppe. Zwei Männer versuchten sich der Kontrolle zu entziehen und wehrten sich gegen diese.

Gegen 21 Uhr bestreiften zivil gekleidete Bundespolizisten die S4 in Fahrtrichtung Dortmund-Lütgendortmund. Die Beamten wiesen sich mit ihrem Dienstausweis aus und kontrollierten, auf Höhe des Haltepunktes Knappschaftskrankenhaus, eine Gruppe. Diese fiel aufgrund ihres lautstarken Verhaltens auf. Zudem war das Trio augenscheinlich alkoholisiert. Der Aufforderung sich auszuweisen, kamen sie zunächst nicht nach und wurden zunehmend aggressiver.
Ein 26-Jähriger händigte schließlich widerwillig seinen Personalausweis aus. Während der Überprüfung beleidigte er den kontrollierenden Polizisten mehrfach. Der Deutsche versuchte die Kontrolle seiner Begleiter zu verhindern, indem er sich vor diese stellte. Daraufhin drängte der Uniformierte ihn zurück auf seinen Sitzplatz. Unvermittelt schlug der Aggressor mit der linken flachen Hand dem Beamten ins Gesicht. Um weitere Angriffe abzuwehren, fixierten die Einsatzkräfte den Dortmunder.

Währenddessen versuchte sein 26-jähriger Begleiter dies zu verhindern, indem er sich vor die einschreitenden Polizisten stellte und diese wegdrückte. Der Angriff des Begleiters konnte ebenfalls unterbunden werden, die Stimmung der Männer war jedoch weiterhin höchst aggressiv. Die beiden Deutschen wurden gefesselt.

Nach Halt der S-Bahn am Haltepunkt Dortmund-Stadthaus versuchten die Männer sich immer wieder der polizeilichen Maßnahme zu entziehen. Bei einer Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte ein Karambit-Messer in der rechten Jackentasche des Angreifers auf.
Dies ist ein klauenförmiges Messer, dessen Ursprung in Asien liegt. Die Klinge und der Griff ergeben einen Bogen. Zudem ist der Ring am Ende des Griffes ein typisches Merkmal, mit dem das Messer am kleinen Finger eingehängt werden kann.

Anschließend wurden die Männer mit Hilfe einer hinzugerufenen Bundespolizeistreife in die Diensträume gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab, dass der 26-Jährige mit 1,7 Promille und sein Begleiter mit 1,8 Promille alkoholisiert war.
Hier äußerte der Beschuldigte mehrfach gegenüber den Beamten, dass es sich um eine Kurzschlussreaktion gehandelt habe und gab die Taten zu.

Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Der Begleiter muss sich ebenfalls wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

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Quelle: ots