Ergonomie im Kindesalter: Von klein an die richtige Haltung fördern

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Rückenschmerzen, Nackenprobleme, Migräne und Co.: Haltungsbeschwerden zählen längst zu den gängigsten Volkskrankheiten. Bereits im jungen Erwachsenenalter können sich diese bemerkbar machen. Doch nicht nur Erwachsene leiden häufig an Rückenschmerzen. Auch Kinder und Jugendliche sind vermehrt davon betroffen. Die Ursache dafür geht in der Regel auf eine falsche Körperhaltung zurück.

Rückengesundheit beginnt im Kindesalter

Eine gesunde Körperhaltung beginnt von klein an. In jungen Jahren ist die Wirbelsäule noch natürlich gestreckt. Langes Sitzen am Schreibtisch, ein falscher Gang und der schwere Schulranzen aber können sich bereits im Kindesalter negativ auf die Rückengesundheit auswirken. Erste Haltungsschäden sind die Folge. Doch bei Haltungsschäden alleine bleibt es nicht. Während sich eine Fehlhaltung im Kindes- und Jugendalter noch nicht bemerkbar macht, leiden Erwachsene umso mehr darunter. Oft sind diese auch chronisch und können nur durch Medikamente behandelt werden. Wer daher auch im hohen Alter von einem gesunden Rücken profitieren möchte, muss diesen in jungen Jahren stärken. Gerade bei Kindern und Jugendlichen muss daher ein Bewusstsein geschaffen werden. Dies beginnt bereits beim Kinderrucksack für den Schulalltag.

Fokus Schule: Ergonomie am Schreibtisch

Viele Kinder und Jugendliche verbringen den Großteil ihres Tages sitzend am Schul- beziehungsweise Schreibtisch. Eine falsche oder nicht ergonomische Sitzhaltung kann langfristige Auswirkungen auf die spätere Rückengesundheit haben. Sowohl in der Schule als auch zu Hause im Kinderzimmer sollte Ergonomie daher Priorität haben. Ein passender Schreibtischstuhl oder ein Ballkissen fördern die aufrechte Sitzhaltung. Zusätzlich dazu sollte auch die Tischhöhe auf die Größe des Kindes eingestellt werden. Optimal wäre es, wenn die Arme locker am Tisch abgelegt werden können. So wird einer Fehlhaltung vorgebeugt. Doch nicht nur die lange sitzende Tätigkeit ist ein Problem. Auch ein zu schwerer Schulranzen kann Probleme verursachen. Ganz wichtig ist hier vor allem das Gewicht. Im Schulranzen sollten sich nicht mehr als 10 bis 20 Prozent des Körpergewichts des Kindes befinden. Alles darüber belastet den Kinderrücken enorm. Weiteres Augenmerk liegt auf den Trägern. Diese sollten sich unbedingt flexibel einstellen lassen. Für optimalen Halt müssen die Riemen circa vier Zentimeter breit und am besten gepolstert sein.

Gesunder Kinderrücken: Rumpfmuskulatur effektiv stärken

Neben der Wahl des Schulranzens und der Haltung im Schulalltag spielt auch Sport eine wichtige Rolle für eine gesunde Wirbelsäule. Der Fokus hier liegt vor allem auf der Rumpfmuskulatur. Regelmäßige sportliche Aktivität stabilisiert den Rücken und fördert den Muskelaufbau. Eine gezielte Kräftigung des Rumpfs ist somit ein wichtiger Baustein bei der Förderung der Körperhaltung. Hierzu bieten sich viele Übungen an, die auch zu Hause durchgeführt werden können. Trainingsübungen mit einem Gymnastikball zum Beispiel eignen sich besonders hervorragend. Generell sollte sportliche Aktivität regelmäßig in den Alltag eingebaut werden. Vor allem nach einem langen Schultag ist Bewegung umso wichtiger.