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Samstag, Juni 25, 2022

Iberia: Startbahn-Boykott in Barcelona, 23 Arbeiter verurteilt

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Spaniens oberster Gerichtshof sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten mit der Besetzung einer Start- und Landebahn im Juli 2006 die öffentliche Ordnung in gravierender Weise gestört hätten.

Nach einem am Freitag in Madrid veröffentlichten Urteil bestätigten die Richter die Entscheidung eines Gerichts in Barcelona und wiesen den Berufungsantrag der Angeklagten zurück.

Die Iberia-Mitarbeiter hatten im Juli 2006 mit ihrer Protestaktion den Flughafen El Prat auf dem Höhepunkt der Reisesaison praktisch lahmgelegt. 600 Flüge wurden abgesagt, umgeleitet oder hatten mehrstündige Verspätungen. Rund 100.000 Fluggäste waren betroffen.

Die Mitarbeiter des Iberia-Bodenpersonals hatten mit ihrer Aktion dagegen protestiert, dass die Gepäckabfertigung einer anderen Firma übertragen werden sollte. Sie fürchteten einen Abbau ihrer Arbeitsplätze.

Die Richter wiesen darauf hin, dass die Angeklagten ihren Protest auch mit legalen Mitteln – wie zum Beispiel einem Streik – hätten zum Ausdruck bringen können. Haftstrafen von zwei Jahre werden nach spanischem Recht automatisch zur Bewährung ausgesetzt, sofern die Betroffenen nicht vorbestraft sind. (SAZ, dpa; Foto: Alex-S/Flickr)

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