POL-OB: Verkehrsunfallzahlen 2023 für Oberhausen veröffentlicht

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Oberhausen (ots) –

Anzahl der Verkehrsunfälle

Im Jahr 2023 sind in Oberhausen insgesamt 8.007 Verkehrsunfälle registriert worden. Das ist ein Anstieg von 715 Unfällen im Vergleich zum Vorjahr (2022: 7.292).
Dass die Zahlen stetig steigen, hat seinen Ursprung sicherlich auch in der wachsenden Anzahl der Kraftfahrzeugzulassungen. Waren es beispielsweise im Jahr 2018 noch 124.341 zugelassene Kraftfahrzeuge in Oberhausen, so liegt die Zahl im Jahr 2023 bei 131.235 Fahrzeugen. Immerhin ein Zuwachs von 6.894 Fahrzeugen in fünf Jahren. Allein 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr 913 neue Kraftfahrzeuge in Oberhausen gemeldet worden. Davon 245 Personenkraftwagen, 400 Lastkraftwagen und 160 Krafträder.

Die Unfallhäufigkeitszahl (Anzahl der Verkehrsunfälle je 100.000 Einwohner) beträgt im Jahr 2023 3.798 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 305 verändert; das macht ein Plus von acht Prozent.

Verunglückte im Straßenverkehr

Die Anzahl der Verunglückten ist mit insgesamt 672 im Jahr 2023 um elf gefallen (2022: 683). Das ist eine prozentuale Veränderung von minus zwei Prozent. Im Jahr 2019 beispielsweise waren es noch 772 Verunglückte.
Die Anzahl der leichtverletzten Personen im Straßenverkehr ist um neun Verletzte höher als im Vorjahr: Im Jahr 2023 waren es 613 Leichtverletzte, im Jahr zuvor 604. Das ist eine Steigerung um ein Prozent.
Die Anzahl der schwer verletzten Personen in Oberhausen nach einem Verkehrsunfall ist erfreulicherweise gesunken (2022: 76; 2023: 56).
Im Jahr 2023 sind insgesamt drei Personen nach einem Verkehrsunfall gestorben. 2022 waren es ebenfalls drei Personen, die ums Leben kamen.

Unfälle mit leichten Sachschäden

In der Statistik ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2023 mit leichtem Sachschaden auf 7.210 angestiegen. Im Jahr 2022 zählten wir insgesamt 6.526 dieser leichten Unfälle. Das macht eine Erhöhung um 684 bzw. neun Prozent aus.

Unfälle mit schweren Sachschäden

Leicht zugenommen haben die Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden. Waren es im Jahr 2022 insgesamt 168 dieser Verkehrsunfälle, so ist die Zahl im Jahr 2023 um zehn Unfälle mehr auf 178 angestiegen. Das ist eine Steigerung um sechs Prozent.

Verletzte Kinder

Als eine positive Entwicklung, die es weiterhin auszubauen gilt, ist die sinkende Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern. Sie liegt im Jahr 2023 bei 52 und ist damit um 13 Unfälle im Vergleich zum Vorjahr gesunken (2022: 65). Das ist der zweitniedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Auf dem Weg zur Schule ist im Jahr 2023 ein Kind verletzt worden (2022: 0).

Fahrradunfälle mit Kindern

Im Jahr 2023 ist ein Fahrradunfall weniger mit Kindern registriert worden als im Vorjahr (2023: 11; 2022: 12). Das sind neun Prozent weniger.

Verletzte Jugendliche

Zu der Gruppe der Jugendlichen werden alle 15- bis 17-Jährigen gezählt. Die Anzahl der verunglückten Jugendlichen ist im Jahr 2023 um 14 Fälle gesunken. Waren es im Jahr 2022 noch insgesamt 45 verletzte Jugendliche, so sank die Zahl ein Jahr später in 2023 auf 31 Verletzte.

Insgesamt acht der Verletzten waren passive Verkehrsteilnehmer (2022: 20). Wie auch bei den verletzten Kindern, sank die Anzahl der Jugendlichen, die bei einem Fahrradunfall zu Schaden gekommen sind (2022: 9; 2023: 5).
Im Jahr 2023 verletzten sich keine Jugendlichen bei der Fahrt mit einem Pedelec (2022: 2). Als Fußgänger im Straßenverkehr sind insgesamt fünf Jugendliche verletzt worden (2022: 7). Der Wert der verletzten Jugendlichen als motorisierte Zweiradfahrer stieg zum zweiten Mal in Folge (2022: 8; 2023: 11).

Verletzte junge Erwachsene

Alle Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren werden der Gruppe der jungen Erwachsenen zugeordnet. Im Jahr 2023 sind 82 junge Erwachsene verletzt worden. Im Jahr 2022 lag dieser Wert bei 93.
Das macht elf Unfälle weniger bzw. ein Minus von 13 Prozent aus. Insgesamt zehn junge Erwachsene sind als Fußgänger im Oberhausener Straßenverkehr verletzt worden (2022: 7), das macht ein Plus von 30 Prozent.
Unterwegs mit einem motorisierten Zweirad sind elf junge Erwachsene verletzt worden. Das entspricht ungefähr dem Niveau vom Vorjahr (2022: 10).
Von den verletzten jungen Erwachsenen sind drei als Fahrradfahrer verletzt worden (2022: 10) und vier als Pedelec-Fahrer (2022: 5).
Insgesamt 15 junge Erwachsene sind im Jahr 2023 als passive Straßenverkehrsteilnehmer verletzt worden (2022: 20).
In 13 Fällen wurde das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss als Mitursache für einen Unfall registriert (2022: 16).
In 14 Fällen haben junge Erwachsene einen Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht. Ein Jahr zuvor waren es noch insgesamt 28.

Verletzte Seniorinnen und Senioren

Die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Seniorinnen und Senioren betrug im Jahr 2023 insgesamt 97. Das sind sechs weniger als im Vorjahr (2022: 103).
Davon sind insgesamt 14 bei der Fahrt mit dem Fahrrad verletzt worden (2022: 17). Das sind drei weniger als im Vorjahr. Neun Verletzte wurden als Pedelec-Fahrende registriert. Das sind sechs Unfälle weniger als im Vorjahr (2022: 15). Die Unfälle mit einem Pedelec werden seit 2018 erfasst.
Insgesamt 22 Fußgängerinnen und Fußgänger dieser Altersgruppe sind im Jahr 2023 verunglückt – das ist ein ähnlicher Wert wie auch schon im Vorjahr (2022: 23). Insgesamt 15 Seniorinnen und Senioren wurden passiv in einen Unfall verwickelt. Im Jahr 2022 waren es drei mehr (18).

Verletzte motorisierte Zweiradfahrende

Im Jahr 2023 ereigneten sich 98 Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern und damit 21 mehr als im Vorjahr (2022: 77).
Die Anzahl der verunglückten motorisierten Zweiradfahrenden liegt bei 68 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um einen Verletzten gestiegen (2022: 67).

Verletzte Fahrradfahrende

Nachdem im Jahr 2022 die Anzahl der verunglückten Radfahrenden (Fahrräder und Pedelecs) gestiegen war, ist die Zahl im Jahr 2023 wieder gesunken.
Die Anzahl der verunglückten Radfahrenden betrug im Jahr 2023 insgesamt 138. Das sind 29 Verunglückte weniger als im Vorjahr (2022: 167). Das macht ein Minus von 21 Prozent aus.

Scooter-Unfälle

Im Verlauf des Jahres sind immer wieder Fälle bekannt geworden, bei denen die Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern an Unfällen beteiligt waren.
Im Jahr 2023 wurden 40 solcher Fälle registriert (2022: 50). Insgesamt sind 25 E-Scooter-Fahrende bei einem solchen Unfall verunglückt (2022: 28). Davon waren 24 leicht (2022: 27) und eine Person schwer verletzt (2022: 1). Fünf der Unfälle gehen auf den Konsum von Alkohol zurück (2022: 7).
In 20 Fällen, werden die E-Scooter-Fahrenden als Unfallverursacher festgestellt (2022: 31). In 13 Fällen war ein weiteres Fahrzeug in den Unfall verwickelt (2022: 16), in sechs Fällen war kein weiterer Straßenverkehrsteilnehmender verwickelt (2022: 12). Im Jahr 2023 ist kein Passant zu Schaden gekommen (2022: 2). In einem Fall ist ein Radfahrender in einen Unfall verwickelt worden (2022: 1).
Breit gefächert ist die Altersspanne von E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzern in Oberhausen.
In fünf Fällen nutzten Heranwachsende (Altersgruppe 18 bis 24) einen E-Scooter, mit dem es zum Unfall kam (2022: 8). In 18 Fällen wurden die E-Roller von Erwachsenen (25 bis 64) bei einer Unfallbeteiligung verwendet (2022: 19). Im Jahr 2023 sind auch zwei Senioren hierbei verunglückt (2022: 0).

Unfallfluchten mit Personenschaden

In den Fällen, bei denen die beteiligten Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer einfach den Unfallort verlassen, ohne sich um die Verletzten des Unfalls zu kümmern, gehen die Ermittlerinnen und Ermittler des Oberhauseners Verkehrskommissariats mit besonderer Priorität nach.
Im Jahr 2023 waren es 69 Unfälle, bei denen Menschen verletzt worden sind und die beteiligten Fahrzeugführerinnen bzw. Fahrzeugführer einfach weitergefahren sind.
Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um zwei Fälle gestiegen. Im Jahr 2022 lag sie bei 67.
Die Aufklärungsquote im Bereich Unfallflucht mit Personenschaden liegt 2023 bei 62,3 Prozent. Sie ist leicht um 1,86 Prozentpunkte leicht gefallen. (2022: 64,2 Prozent). Das bedeutet, dass weiterhin mehr als jede zweite dieser Unfallfluchten in Oberhausen aufgeklärt wird.

Alkohol und Drogen am Steuer

Die Entwicklung der Verkehrsunfälle unter Alkohol- und Drogeneinwirkung in Oberhausen liegt mit 125 Fällen auf einem höheren Niveau als im Vorjahreszeitraum (2022: 105). Es ist außerdem der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Davon waren es im Jahr 2023 92 Fahrzeugführende, die alkoholisiert an einem Verkehrsunfall beteiligt waren (2022: 75).
Im Bereich Drogen bzw. BTM wurden 2023 insgesamt 33 Personen nach einem Verkehrsunfall positiv auf Drogen getestet. 2022 waren es 30 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer.

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Quelle: ots