Berlin (ots) –
60.000 Medizinalcannabis-Patienten, eine Verdreifachung der Arzneimittelabgaben auf Rezeptbasis, über 300 Apotheken – die erste Veröffentlichung von Plattformdaten zeigt, dass die vorgeschlagenen Reformen des MedCanG ein funktionierendes Versorgungssystem zerstören könnten.
weed.de, eine der führenden digitalen Plattformen für Medizinalcannabis-Patienten in Deutschland, hat heute Erkenntnisse aus den ersten 18 Monaten ihres Betriebs veröffentlicht. Die Daten weisen darauf hin, dass die Telemedizin zu einer tragenden Säule der Patientenversorgung geworden ist. Sie bietet einen sicheren und stigmafreien Zugang in einem Gesundheitsumfeld, das von einer begrenzten Verfügbarkeit von verschreibenden Ärzten geprägt ist. Ein geplanter Gesetzentwurf zur Cannabisreform sieht vor, telemedizinische Verschreibungen einzuschränken und den Versandhandel mit medizinischem Cannabis zu verbieten – selbst innerhalb der Koalition ist er umstritten. weed.de warnt davor, dass solche Maßnahmen Patienten in die Unterversorgung oder auf den Schwarzmarkt treiben würden.
In nur vier Monaten (Oktober 2025 bis Februar 2026) haben sich die Arzneimittelabgaben auf Rezeptbasis verdreifacht. Über 60.000 registrierte Nutzer und mehr als 70.000 Arzneimittelabgaben verzeichnet die Plattform, die bundesweit mit mehr als 300 Apotheken und über 85 Herstellern vernetzt ist.
Kontinuierliche Behandlung statt sporadischer Nutzung
Die Nutzungsmuster der Plattform deuten eher auf eine fortlaufende therapeutische Einbindung als auf eine sporadische oder einmalige Nutzung von nicht-medizinischen Konsumenten hin. Die Nutzer kehren im Durchschnitt viermal zurück, mit einer Wiederholungskäuferquote von 58,6 %, was auf eine strukturierte, kontinuierliche Behandlung schließen lässt. Mit einem durchschnittlichen Intervall von 55 Tagen zwischen den Arzneimittelabgaben von 55 Tagen entspricht dieses Muster einem typischen Wiederverordnungszyklus – ein weiteres Indiz für strukturierte therapeutische Nutzung statt sporadischen Konsums. Die meisten Anfragen zu Behandlungen und abgegebenen Cannabisrezepten erfolgen während der Arbeitszeit (10:00-17:00 Uhr, mit einem Höhepunkt zur Mittagszeit), wobei der Montag der geschäftigste Tag ist – was dem Profil von berufstätigen Patienten entspricht, die ihre Behandlung in den Alltag integrieren.
57 % der Arzneimittelabgaben auf Rezeptbasis werden vor Ort in lokalen Apotheken mit persönlicher pharmazeutischer Beratung abgeholt, während 36 % den Standardversand und 7 % Express- oder andere Liefermethoden nutzen. Anstatt die traditionelle Gesundheitsinfrastruktur zu umgehen, stärkt die Plattform diese aktiv: Über 300 Apotheken in ganz Deutschland, von großen Ballungsräumen bis hin zu kleineren Städten und ländlichen Regionen, sind an die Plattform angebunden und bringen den stationären Anbietern vor Ort mehr Kundenfrequenz und Umsatz. Der wachsende Marktplatzwettbewerb unter den mehr als 85 Herstellern hat zu einer dynamischen Preisentwicklung beigetragen, die der Mehrheit der Patienten zugutekommt, die ihre Behandlung selbst bezahlen.
„Die Telemedizin als Einfallstor für Missbrauch darzustellen, ignoriert die strukturelle Realität: Diese Infrastruktur dient Patienten, die lange Zeit Schwierigkeiten hatten, fachkundige Ärzte zu finden, und die ihre Behandlung überwiegend aus eigener Tasche bezahlen, da die gesetzlichen Krankenkassen medizinisches Cannabis nur selten übernehmen. Diese Sorge wird noch drängender, da die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken Pläne angekündigt hat, die Kostenerstattung für Cannabisblüten bald vollständig zu streichen“, sagte Richard Cowan, CEO von weed.de.
Smarte Regulierung statt pauschaler Restriktionen
weed.de unterstützt eine verhältnismäßige, evidenzbasierte Regulierung, einschließlich verbesserter Dokumentation, Identitätsprüfung und Kontrollmechanismen. Wie in der Stellungnahme des Unternehmens vom Februar 2026 dargelegt, gehen die in der aktuellen MedCanG-Novelle vorgeschlagenen Maßnahmen weit über das Notwendige hinaus und riskieren, genau die Infrastruktur zu zerstören, die Deutschlands Versorgungslücke bei Cannabis schließt.
„Eine moderne, digitale Plattform kann dazu beitragen, die strukturellen Kosten der Versorgung deutlich zu senken. Diese Effizienzgewinne sind ein weiteres Argument für eine umfassende Kostenerstattung durch die Krankenkassen, die dadurch noch wirtschaftlicher wird. Wir hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger mit der Branche an einer gezielten Regulierung arbeiten, anstatt pauschale Restriktionen zu verhängen, die den Menschen schaden, die sie eigentlich schützen sollen“, sagte Sebastian Marincolo, Director of Strategic Content & Editorial bei weed.de.
Über weed.de
weed.de ist eine der führenden digitalen Gesundheitsplattformen für medizinisches Cannabis in Deutschland, die Patienten, zugelassene Ärzte und spezialisierte Apotheken miteinander vernetzt. Die Plattform bietet eine umfassende digitale Infrastruktur, die den Zugang zu telemedizinischen Konsultationen erleichtert und es Patienten ermöglicht, verschriebene Cannabissorten transparent zu vergleichen und über ein Netzwerk von mehr als 300 Partnerapotheken zur direkten Lieferung nach Hause oder zur Abholung zu beziehen. In einem schnelllebigen wissenschaftlichen Umfeld legt weed.de großen Wert auf die Bereitstellung aktueller, evidenzbasierter Aufklärungsinhalte zur Cannabisforschung.
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Dr. Sebastian Marincolo
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Quelle: ots
