Wenn die Online-Präsenz erfolglos bleibt – 5 Fehler, die KMU beim Social-Media-Auftritt begehen

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Bonn (ots) –

Kleine und mittlere Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, sich in der digitalen Welt zu behaupten. Besonders im Bereich Social Media lauern dabei viele Fallstricke: Unklare Zielsetzungen, mangelnde Konsistenz und das Verfehlen der Zielgruppe sind nur einige der Probleme, die zu einer erfolglosen Online-Präsenz führen können – dabei verschwenden Unternehmen nicht nur kostbare Zeit, sondern auch bares Geld.

Social Media ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es richtig eingesetzt wird. Allerdings machen viele KMU grundlegende Fehler, die ihren Erfolg auf diesen Plattformen behindern. Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen. Die nachfolgenden 5 Fehler sollten KMU beim Social-Media-Auftritt nicht unterlaufen.

Geringe zeitliche Investition

KMUs gehen häufig davon aus, dass die Internetpräsenz nebenbei aufgebaut werden kann. Das ist ein Trugschluss, denn die Inhalte müssen genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden, damit sie Beachtung finden. Es geht dabei also nicht nur darum, gelegentlich ein Foto oder einen Text hochzuladen. Informative und ansprechende Inhalte, die die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich ziehen, erfordern Kreativität und eine gezielte Ansprache. Auch der Aufbau einer Online-Community, aus der Neukunden hervorgehen können, ist ein zeitintensives Unterfangen. Hat sich ein Unternehmen eine gute Community aufgebaut, ist die Arbeit jedoch nicht getan, denn Beziehungen auf Social Media müssen immer gepflegt werden. Dazu gehört das Reagieren auf Kommentare, die Beantwortung von Fragen oder das Kommunizieren mit Followern. Wer diesen zeitlichen Invest nicht leistet, wird in den sozialen Medien erfolglos bleiben.

Unregelmäßige Erstellung neuer Inhalte

Ähnlich wirkt sich eine unregelmäßige Präsenz auf Social Media aus – regelmäßiges Posting ist ein Schlüsselaspekt für einen erfolgreichen Auftritt in den sozialen Netzwerken als Unternehmen – denn Social Media lebt von Kontinuität. Eine regelmäßige Aktivität beeinflusst dabei vor allem den Algorithmus. Beiträge werden in der Folge besser an die relevante Zielgruppe ausgespielt und man baut mehr Reichweite und Relevanz auf.

Außerdem signalisiert regelmäßige Präsenz unterbewusst, dass ein Unternehmen zuverlässig ist und dass man ihm vertrauen kann. Wer nur sporadisch neue Inhalte veröffentlicht, gerät bei der Community schnell in Vergessenheit. Im Gegensatz dazu vermittelt Konstanz auf den verschiedenen Kanälen Zuverlässigkeit, die automatisch auf das Unternehmen selbst übertragen wird. Die Online-Präsenz muss also nicht nur aufgebaut, sondern vor allem langfristig gepflegt werden.

Fehlender Mehrwert bei den Inhalten

Ein Foto aus dem Betrieb hier, ein Zweizeiler als Posting dort – wer glaubt, mit solchem Content Menschen von sich überzeugen zu können, der irrt. Der Internetauftritt sollte genutzt werden, um sich als Experte für seine Branche zu positionieren und Inhalte zu liefern, die der Zielgruppe etwas bringen und ihr so einen Grund zu geben, dem eigenen Kanal zu folgen. Das können unter anderem Tipps und Tricks für die Anwendung der Produkte des Unternehmens sein, Fallbeispiele oder Case Studies. Dementsprechend sollten alle Inhalte stets auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt werden. Diese lassen sich anhand der Reaktionen und Kommentare ermitteln. Auch bestehende Kunden kann man langfristig an sein Unternehmen binden, wenn die Beiträge auf sie und ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

Mangelnde Professionalität bei den Inhalten

Bei den Online-Inhalten sollte dieselbe Professionalität an den Tag gelegt werden wie im Unternehmen. Das bedeutet: keine Rechtschreibfehler, keine Bilder in schlechter Qualität und keine verwackelten Videos. Auch die Themen Duzen/Siezen, Tonalität des Textes, Sprachniveau und Hashtags sollten einem roten Faden folgen und auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Ebenso sollten die Content-Themen eine harmonische, im Voraus geplante Reihenfolge aufweisen. Ein solcher Auftritt spiegelt nicht nur die Professionalität des Unternehmens wider, sondern erfüllt auch die Erwartungen der Zielgruppe und fördert das Vertrauen in die Marke.

Ignorieren von geltenden Datenschutzvorgaben

Die geltenden Datenschutzvorgaben beinhalten unter anderem die Veröffentlichung eines vollständigen Impressums sowie die Rechtewahrung abgebildeter Personen bei Bildern. So sollte beispielsweise jeder Mitarbeiter eine Bildrechtserklärung unterschreiben lassen, sodass das Unternehmen rechtlich abgesichert ist. Datenschutzrichtlinien sollten klar auf den Social-Media-Seiten sichtbar sein, um zu erklären, wie persönliche Daten behandelt werden. Besonders in der Europäischen Union gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die Unternehmen dazu verpflichtet, personenbezogene Daten gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu behandeln. Ein KMU, das diese Angaben übersichtlich präsentiert, weckt bei seiner Zielgruppe Vertrauen und stärkt damit sein Standing.

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Quelle: ots