Themenabend im Stadtarchiv / Film dokumentiert den Kriegsalltag

Antonia Helming, Arztfrau aus Ahaus, schrieb zum Kriegsbeginn am 1. August 1914 in ihr Tagebuch: ‚Mobil! Nun wird er kommen der Weltkrieg, der schon so lange drohte.’ Vom ersten Tag an bestimmte der Krieg alle Lebensbereiche. Nicht nur für die Soldaten. Auch die “Daheimgebliebenen” mussten sich bedingungslos in seinen Dienst stellen. Sie bildeten die ‚Heimatfront’, deren unbedingte Unterstützung zur erfolgreichen Kriegsführung erforderlich war.

Gelang diese Unterstützung auf Dauer? Wie sah der Alltag an der “Heimatfront” in Westfalen-Lippe im Zeichen von Verlust, Hunger und Tod aus? Diesen Fragen geht der Filmemacher und Regisseur  Markus Schröder in seinem 30-minütigen Beitrag „An der Heimatfront“ nach. Das Stadtarchiv zeigt ihn beim Themenabend  am Donnerstag, 26. Juni, um 18 Uhr in seinen Räumen in der Speicherstadt.

Markus Schröder hat viele private und offizielle Aufzeichnungen zum Ersten Weltkrieg in seinem Film verarbeitet. Seltene Fotografien und unbekannte Dokumente werden gezeigt. In sechs Kapiteln  spiegelt sich das Kriegsleben aus dem Blickwinkel der Menschen in der Region: Kriegsbeginn, Aktivierung der Heimatfront, Arbeitswelt, Versorgungslage, Verwundete, Versehrte und Tote und – am Ende – der lange Weg zum Frieden. Entstanden ist eine  Dokumentation, die den Alltag der Menschen in all seinen Facetten intensiv nachvollziehen lässt. Produzenten sind das LWL-Medienzentrum und das LWL-Museumsamt.  Autor Markus Schröder wird die Film-Doku  beim Themenabend  zusammen mit Dr. Hermann-Josef Höper, dem Leiter der Filmproduktion des LWL-Medienzentrums, vorstellen.

Info:  Der Eintritt ins Stadtarchiv, An den Speichern 8, ist frei. Aufgrund des hohen Publikumsinteresses an dieser Reihe, ist eine Teilnahme nur mit Anmeldung (E-Mail archiv@stadt-muenster.de oder Telefon 0251 4 92-47 08) möglich.

Die Film-DVD „An der Heimatfront. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg“  ist beim Themenabend für 14,90 Euro erhältlich.

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