Vorsicht Gefahr für Leib und Leben bei Sonnenschein

Nicht nur Erwachsene sind gefährdet, sondern insbesondereOLYMPUS DIGITAL CAMERA Kinder und  Tiere können schwerste verbrennungsartige Verletzungen durch Kontakt mit dieser Pflanze bekommen.

Gefahr besteht besonders, wenn man den Saft der Pflanze (Fucorumarine) auf die Haut bekommt. Dem Sonnenlicht ausgesetzt, kommt es, im Regelfall, an diesen Stellen zu starken, juckenden bis schmerzhaften Hautreizungen. Es kann zu großen Blasen kommen, die später zu lang anhaltenden nässenden Wunden führen können. Weitere Symptome sind oft: Fieber, Schweißausbrüche, Atemnot, Entzündung der Bronchien und sogar Kreislaufschock. Es ist somit eine der gefährlichsten Pflanze mit phototoxischen Reaktionsauslösern. Es bleiben machmal Narben wie nach schweren Verbrennungen und selbst Tiere, wie Hunde und Katzen, bleiben nicht verschont.

Besonders gemein ist die verzögerte Reaktionszeit der Giftstoffe des “Riesen Bärenklaus” , die bis zu zwei Tagen auf sich warten lässt und dann plötzlich zu den bösartigen Verbrennungen führt.

Schleichende Gefahr

hogweed-301625_640Denken Sie an Kinder, die oft die größeren Exemplare als Lanze für Ritterspiele, Verstecke oder gar als Blasrohr nutzen und dann erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Oft für ein Leben lang, teilen Sie daher gern diesen Beitrag mit Freunden, Familie und Arbeitskollegen, damit die Gefahr dieser Pflanze von möglichst Vielen wahrgenommen wird.

Die Pflanzen stehen meist am Wegesrand, auf Wiesen und an Bachläufen, sie können bis zu vier Meter hoch werden. Die weißen Dolden sind ein echter Blickfang. Doch wer den Riesen-Bärenklau am Wegesrand oder sogar im eigenen Garten entdeckt, sollte besser Abstand halten, raten die städtischen Ämter für Grünflächen und Umweltschutz. Besonders anschaulich wird dies in dem folgenden Video:

Vor rund 100 Jahren ist der Doldenblüter aus dem Kaukasus in hiesige Gärten gelangt. Mittlerweile ist der Riesen-Bärenklau aber nicht nur wegen der Verletzungsgefahr, sondern auch wegen seiner alles verdrängenden Wuchskraft ein Problem.

Um die weitere Ausbreitung wirksam zu unterbinden, werden Landwirte, Kleingärtner und andere Grundstückseigner von den Gemeinden um Unterstützung gebeten.

Wer die Pflanzen nicht selbst beseitigen kann, sollte die genauen Standorte bei den entsprechenden Grünflächenämtern melden.

Aber Vorsicht!
Arbeiten an der Pflanze nur mit entsprechendem Schutzanzug, Handschuhen und Atemmaske! Es sollte möglichst nicht in der Sonne gearbeitet werden.

Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht zur Samenreife kommen. Wenn sie nicht zu groß sind, können sie ausgestochen werden. Ist dies nicht mehr möglich, sollte zumindest der Blütenstand kurz vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden. Auf dem Kompost können sich durch Nachreifen noch Samen ausbilden.