Unfallstelle wird entschärft – Sicherheit durch getrennte Ampelschaltung

In den Osterferien wird an der Kreuzung Einsteinstraße / Orléans-Ring die bestehende Ampelschaltung verändert. Der Kraftfahrzeugverkehr, der aus der Einsteinstraße rechts auf den Ring abbiegt, bekommt eine so genannte konfliktfreie Ampelphase. Das heißt, die Radfahrer und Fußgänger auf dem Ring und die aus der Einsteinstraße rechts abbiegenden Fahrzeuge erhalten zukünftig in getrennten Ampelphasen ihr Grünlicht. Damit wird ein Beschluss der Unfallkommission umgesetzt. Ziel ist es, weitere Unfälle zwischen rechtsabbiegenden Bussen, Pkw und Lkw und geradeaus fahrenden Radfahrern zu verhindern.

Nicht vermeiden lässt sich, dass die geänderte Ampelschaltung insbesondere in den Spitzenzeiten zu Verkehrsstaus führt. Hier gilt allerdings der Grundsatz “Sicherheit vor Leistungsfähigkeit”. Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich nach der Umschaltung auf die entstehenden Verkehrsbehinderungen einzustellen.

Deutlich verbessern wird sich die Verkehrssituation nach dem Umbau der Kreuzung in den Sommerferien. Dann wird die Haltestelle “Coesfelder Kreuz” an der Einsteinstraße in Richtung Albert-Schweitzer-Straße verlagert und die Kreuzungszufahrt ummarkiert. Die Folge: Es stehen zwei Rechtsabbiegespuren von der Einsteinstraße in den Ring zur Verfügung. Die Umbauarbeiten wurden von der Verwaltung empfohlen und im März vom Planungsausschuss beschlossen. Sie sorgen dafür, dass sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Leistungsfähigkeit des Coesfelder Kreuzes verbessert werden.shaking-hands-1016733_640

Die Unfallkommission der Stadt Münster hatte in den letzten Jahren zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle Einsteinstraße / Orléans-Ring zunächst für den Verkehrsfluss weniger belastende Maßnahmen beschlossen: Die Radfahrerfurt wurde rot markiert, ein gelbes Blinklicht wurde installiert, Verkehrsspiegel wurden angebracht und der Haltepunkt für Busse in der Bussonderspur wurde verlagert. Nachhaltig konnte die Unfallstelle auf diese Weise leider nicht entschärft werden. Allein in den Jahren 2012 bis 2014 kam es zu sechs Verkehrsunfällen mit leicht- und schwerverletzten Radfahrern, die den Ring überqueren wollten. 2015 wurden zwei weitere Radfahrer verletzt. Daher entschied sich die Unfallkommission jetzt, die Ampelphasen zum Schutz der Radfahrer zu trennen.