Comedy, Polizei und Verkehrssicherheit

Der Hörsaal 20 auf dem Gelände der Hochschule der Polizei in Münster HiltrupDSC04259 war bis auf den letzten Platz besetzt, als es am vergangenen Dienstag um geeignete Ansätze zur Erreichbarkeit der Verkehrsteilnehmer, im Sinne der Unfallprävention, ging. Eigens dazu wurde das Seminar für Referenten der entsprechenden Ministerien, leitende Polizeibeamte der europäischen Staaten, Verkehrswissenschaftler und viele weitere Fachkräfte in Münster veranstaltet. Auch die Münsteraner Comedy-Power-Frau Lisa Feller war gekommen, sie setzte sich in den letzten Jahren oft für wichtige Aufklärungskampagnen im Straßenverkehr ein, und konnte so viele Fragen beantworten, die aus dem Kreis der Seminargäste gestellt wurden.

DSC04274Die strategische Ausrichtung der gemeinsamen Verkehrssicherheitsarbeit in Europa soll in Zukunft weitere Unfallzahlen senken, doch zuerst stellt sich den Verkehrsfachleuten die Frage, „Wie können wir unsere Zielgruppe erreichen?“. Sollen mehr lustige Ansätze oder doch mehr Schockvideos die Menschen für dieses Thema sensibilisieren.

So glaubte ein großer Teil der Seminarteilnehmer nicht an die belehrende Wirkung von grausamen Bildern, Videos oder Geschichten. Einige gaben zu bedenken, dass viele Verkehrsteilnehmer erst den Sinn und Zweck von Verbotsschildern und Geschwindigkeitsbeschränkungen verstehen müssten, um dann die gegebenen Maßnahmen auch zu tolerieren.

Dipl.-Ing. Reinhard Lenz, Motivationsprofi in der Erwachsenenbildung, mit einem spannenden Beitrag über eine Rattenfalle, die zur Risikobereitschafts- aufdeckungsmaschine mutiert.

Dipl.-Ing. Reinhard Lenz, Motivationsprofi in der Erwachsenenbildung, mit einem spannenden Beitrag über eine Rattenfalle die zur Risikobereitschafts- aufdeckungsmaschine mutiert.

Den Teilnehmern war am Ende des Seminartages etwas mehr bewusst geworden; Es geht heute nicht mehr nur um Verkehrsaufklärung und –ausbildung nach alten Regeln. Die Bezüge der komplexen Verkehrssituationen und deren Abhängigkeiten müssen für die Zielgruppen verständlicher werden. Mobilität ist ein einem stetigen Wandel unterworfener Bewegungsprozess, der sich durch moderne Technik, steigende Verkehrsteilnehmerzahlen, einer höheren Altersstruktur und vor allem dem Verständnis füreinander verändert und neu definiert.

Hinzu kommen immer mehr Punkte, die in der Präventionsarbeit berücksichtigt werden müssen. So sind die Themen Ablenkung (zum Beispiel durch Handy, Navi, Kopfhörer und elektronische Bedienungsmöglichkeiten in Fahrzeugen) oder Medikamente, neue Drogen und sinkende Regelakzeptanz wichtige Kriterien der modernen Mobilität. Heimtückisch ist auch in vielen Fällen das blinde Vertrauen in die neue Technik. Nicht selten stehen navigationsgeleitete Fahrzeug plötzlich vor einem Kanal und nicht am erwarteten Zielort.
Clevere Recherchen können helfen den Verkehr auf den Autobahnen und Landstraßen zu entzerren.

Ein Beispiel hierfür sind Flugreisen. Es wird im Internet nach dem preiswertesten Angebot gesucht und gebucht. Dabei lohnt sich die genaue Begutachtung von kleinen Regionalflughäfen, wie zum Beispiel dem FMO, auch wenn einige Angebote im ersten Moment um ein paar Euro teurer erscheinen, als ähnliche Angebote von größeren Flughäfen. Allerdings täuscht der Blick oft bei genauerem hinsehen. In der Regel braucht es einen kostspieligen oder oft durch unvorhersehbare Ereignisse erschwerten Transit zu den großen Flughäfen. Es ist keine Seltenheit, dass durch verspätete oder ausgefallene Züge, die eine oder andere Flugreise ausfallen muss. Dass kennen viele Reisende auch von den oft hoffnungslos verstopften Autobahnen zum Großflughafen. Dann kommen oft noch weitere (versteckte) Kosten hinzu. So nehmen Fluggäste häufig auch Hotelübernachtungen am Abflugort in Kauf, um pünktlich den Flieger zu besteigen. Das ursprünglich preiswerte Angebot, entpuppt sich als teures Groschengrab und oftmals sind weder Getränke, Speisen, Decken oder andere nützliche Leistungen enthalten.