Nein zu Gewalt an Frauen

Rund 7000 Terre des Femmes “Frei leben – ohne Gewalt”- Fahnen und Banner werden in97389p diesem Jahr als sichtbares Zeichen zum 25. November, dem internationalen Gedenktag “Nein zu Gewalt an Frauen” bundesweit gehisst. Die Fahnen wehen an diesem Tag als Zeichen für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der dominikanischen Republik, die wegen ihres politischen Widerstands am 25. November 1960 getötet wurden. Der Mut dieser drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Die Fahnenaktion 2016 findet unter dem Titel “Tür auf! Schutzräume für alle gewaltbetroffenen Frauen” statt und will besonders darauf aufmerksam machen, dass ein Bett im Frauenhaus aufgrund von mangelnder Finanzierung und Ausstattung nicht allen Frauen und ihren Kindern zur Verfügung steht. Vor allem davon betroffen sind Frauen mit Beeinträchtigungen oder in unsicheren Lebenslagen, wie beispielsweise einem fehlenden Aufenthaltstitel.

background-1291225_640“Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor leider ein sehr aktuelles Thema”, so Petra Freese, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Greven. “Auch wenn einige erschreckende Fälle durch die Medien gehen, ist die Dunkelziffer bei Gewaltdelikten in ihrer unterschiedlichen Form – vom verbalen Angriff bis hin zu Belästigungen, körperlichen Angriffen und Tötungsdelikten – immer noch sehr hoch.” Nur ein Fünftel der Betroffenen wendet sich an eine Beratungsstelle. Aufklärungsarbeit zu leisten, ist daher wichtig.

Das Grevener Rathaus beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an dieser wichtigen Öffentlichkeitsaktion und zeigt am 25. November Flagge. Darüber hinaus liegen verschiedene Flyer und Veröffentlichungen zu diesem Thema an der Information aus.

Der “Runde Tisch – Häusliche Gewalt im Kreis Steinfurt” sorgt seit Jahren mit verschiedenen Veranstaltungen und Veröffentlichungen dafür, dass das Thema im Gespräch bleibt. So fand Anfang Oktober eine Fachtagung des Runden Tisches unter dem Titel “Flucht – Frauen – Gewalt” statt, die dazu beitragen sollte, ehren- und hauptamtliche Akteure zu sensibilisieren, um Flüchtlingsfrauen besser vor Gewalt und sexuellen Übergriffen zu schützen. Viele der geflüchteten Frauen haben in ihrem Heimatland und auf der Flucht Gewalt erlebt und für einige enden diese Erfahrungen auch in Deutschland in den Ersteinrichtungen oder Unterkünften nicht.

Nähere Informationen und Hinweise für Hilfesuchende gibt es unter www.haeusliche-gewalt-kreis-steinfurt.de. Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, können sich außerdem bei der kreisweit tätigen Frauenberatungsstelle unter Telefon 05971 8007370 oder E-Mail frauenberatungsstelle@dw-te.de informieren, beraten und unterstützen lassen. In akuten Fällen steht außerdem rund um die Uhr das kostenlose und vertrauliche Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” zur Verfügung. Unter der Rufnummer 08000 116016 sowie über Chat und E-Mail auf der Webseite www.hilfetelefon.de geben ausgebildete Fachberaterinnen Auskunft zu allen Formen der Gewalt.