Debeka unterstützt Ludwig-Erhard-Berufskolleg

Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg und die Debeka in Münster sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten gestern (12. Dezember) eine entsprechende Vereinbarung. Damit steigt die Zahl der Kooperationen in Münster auf 78. Für das Ludwig-Erhard-Berufskolleg ist es bereits die fünfte Partnerschaft mit einem Unternehmen in der IHK-Initiative.

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Viele Jugendliche haben nur ungenaue Vorstellungen von einer betrieblichen Ausbildung und den guten Karrierechancen, die sie bietet“, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler. Unternehmen wie die Debeka seien bestens geeignet, „den Schülern die Vielfalt und Wirklichkeit der Arbeitswelt zu zeigen – mit ihren Möglichkeiten, aber auch mit ihren Anforderungen“, so Gabler weiter.

Die Debeka ist eine der größten Versicherungsgruppen und Bausparkassen in Deutschland. Bundesweit beschäftigt sie mehr als 16.000 Mitarbeiter, davon rund 1.700 Auszubildende. Sie ist der größte Ausbilder der Versicherungsbranche. In der Geschäftsstelle in Münster arbeiten 33 Angestellte im Innen- und Außendienst sowie fünf Auszubildende, die den Beruf Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen erlernen. Das Team betreut über 26.000 Kunden und Mitglieder in Münster, Ostbevern, Telgte, Warendorf, Everswinkel, Sendenhorst und Drensteinfurt.

Die Debeka öffnet interessierten Schülerinnen und Schülern des Ludwig-Erhard-Berufskollegs die Türen für Betriebspraktika, um ihnen Einblicke in die Arbeitsweise des Unternehmens zu ermöglichen und das Ausbildungsangebot zu präsentieren. Debeka-Mitarbeiter informieren im Unterricht über Themen wie Sozialversicherung oder Verhalten am Arbeitsplatz und berichten über ihren beruflichen Alltag.

Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Gabler. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas anderes sagt.“

Debeka-Geschäftsstellenleiter Sander Erstling unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Um unser Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivierte Jugendliche entdecken, ausbilden und fördern.“ Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig bleiben.

Schulleiterin Petra Dransmann betont: „Das IHK-Projekt bietet unseren Schülern, aber auch den unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen die Chance, Betriebe in ihren Abläufen hautnah kennenzulernen. So werden die Ausbildungsberufe erlebbar und die persönlichen Begegnungen schaffen ein nachhaltigeres Engagement in der Wirtschaft. Durch Betriebspraktika und von Debeka-Mitarbeitern durchgeführte Kurse wird ein erster Kontakt zwischen Unternehmen und Schülern aufgebaut, der den Schülern den Schritt in das Berufsleben erleichtert.“

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ sind im Münsterland Inna Gabler, Telefon 0251 707-305, und Melanie Vennemann, Telefon 0251 707-304.