Der Girls’ Day kommt …

Sie sind bereit für den Girls’ Day am Institut für Wirtschaftsinformatik (v.l.): Antje Schmidt-Schleicher, Dr. Elena Gorbacheva, Jana Buchholz, Bettina Distel, Pia Hornig und Claudia Cramer. – Foto: Presseamt

Am 26. April ist es wieder soweit: Etwa 1400 Mädchen werden sich in Münster am Girls’ Day in Betrieben und Einrichtungen nach ihrem Traumberuf umsehen. Fast 100 Firmen haben sich bereits unter www.girls-day.de registriert und bieten insgesamt schon rund 600 Plätze an. Unter ihnen: Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Münster.

Wer Menschen helfen möchte, muss nicht unbedingt Krankenpflegerin werden. “Auch mit Wirtschaftsinformatik kann man die Lebensumstände von Menschen verbessern”, sagt Dr. Elena Gorbacheva. Sie ist Postdoktorandin am Institut für Wirtschaftsinformatik und Gleichstellungsbeauftragte der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität. Das Institut bietet für den Girls’ Day 20 Plätze an.

Die Teilnehmerinnen erwartet ein aufregendes Programm. An fünf Stationen können sie testen, was mit Wirtschaftsinformatik alles bewegt werden kann. Pia Hornig (12) und Jana Bucholz (11) sehen das als Chance, “Sachen auszuprobieren, die man sonst nicht machen würde”. Die beiden konnten bereits stellvertretend für die 20 möglichen Teilnehmerinnen eine Station erproben, die mit einem E-Bobbycar ein neues System von gemeinschaftlichen Ladestationen für Elektroautos veranschaulicht.
An einer anderen Station werden die Teilnehmerinnen mit Virtual-Reality-Brillen experimentieren. Weiter können sie erfahren, wie Propaganda in Sozialen Medien platziert wird und das von Studierenden entworfene Ratespiel “FakeYou” spielen.

Alle Stationen werden Doktorandinnen und Doktoranden des Instituts betreuen. Eine von ihnen ist Bettina Distel, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement. Sie betont: “Bei Wirtschaftsinformatik geht es um mehr als nur Technik – es geht auch um die Menschen, die die Technik nutzen, um bestimmte Aufgaben zu bewältigen, und um die Frage, wie sich die Gesellschaft durch den Einsatz von Technik verändert.” Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Vertrauensforschung. An einem Touchscreen wird sie den Mädchen die Möglichkeit geben, Antworten einer Umfrage deutschlandweit zu vergleichen.

Die Universität beteiligt sich schon zum elften Mal am Girls’ Day. Insgesamt bietet sie diesmal über 90 Plätze an. Die Koordination liegt bei Claudia Cramer vom Büro für Gleichstellung der WWU. Sie will Mädchen für Studiengänge wie Physik und Wirtschaftsinformatik oder Ausbildungsberufe wie Maurerin und Gärtnerin begeistern, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind.

Antje Schmidt-Schleicher vom Frauenbüro der Stadt weiß, dass durch den Girls’ Day schon manche Mädchen ihren Traumberuf gefunden haben. Auch viele Firmen sehen in dem Tag eine besondere Chance, Mädchen für ihr Berufsfeld zu begeistern. Information: Frauenbüro, Antje Schmidt-Schleicher, Tel. 02 51/4 92-17 03.