Münster liegt im Fahrrad-Städtevergleich vorn

Münster darf sich über zwei weitere Auszeichnungen als Fahrradstadt freuen: Im Städtevergleich um das Prädikat „Fahrradregion des Jahres 2018“ belegt Münster den ersten Rang in der Kategorie „Pendler“. Den Bronze-Rang erreicht das Münsterland in der Kategorie „Familie“. Im Wettbewerb „Fahrradregion des Jahres 2018“ wurden Städte und Regionen aus dem deutschsprachigen Raum in acht Kategorien bewertet, ausgelobt vom Onlinefachhändler fahrrad.de, der Fahrradcommunity Bikemap und dem Magazin Bike Bild.

In der Pendler-Kategorie hat sich die Fahrradstadt Münster deutlich durchgesetzt. In ihrer Begründung verweist die Fachjury auf die besondere Bedeutung der Leeze in Münster: „Münster und Fahrrad, das gehört zusammen wie Öl und Essig, Schraube und Mutter oder Salz und Pfeffer“. „So ein Preis zeigt, dass bei uns im Radverkehr die Richtung stimmt. Und er ermutigt uns, weiter in die Fahrradinfrastruktur zu investieren und möglichst vielen Menschen in unserer Stadt das Fahrrad als Verkehrsmittel Nummer 1 anzubieten“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über die Auszeichnung und richtet gleichzeitig den Blick auf die anstehenden Aufgaben. „13 neue Velorouten in die Außenstadtteile und Umlandgemeinden werden dafür sorgen, dass Fahrradpendler deutlich zügiger, durchgängiger und komfortabler unterwegs sein werden. Wir werden weitere Entwicklungen anschieben, um das Radfahren in Münster noch attraktiver zu machen. Hierzu gehören beispielsweise die Bevorrechtigung des Radverkehrs, das Fahrradparken oder ein Ausbau des Radwegenetzes.“

Promenade: Vorfahrt für Radfahrer zwischen Neutor und Windthorststraße geplant Bereits im Juni wird in der Bezirksvertretung Mitte und im Planungsausschuss die Bevorrechtigung des Radverkehrs an den Promenadenquerungen auf der Agenda stehen. Der 4,5 Kilometer lange Verteilerring soll in einem ersten Schritt vom Neutor bis zur Windthorststraße bevorrechtigt werden. Das heißt, dass die Radfahrer auf der Promenade künftig an den vier Querungen Am Kreuztor, an der Kanalstraße, am Hörstertor und an der Salzstraße Vorfahrt haben sollen. „Uns schwebt eine Durchgängigkeit vor, die dem hohen Radverkehrsanteil auf der Promenade gerecht wird. Ohne bauliche Maßnahmen wird das aber nicht funktionieren, eine schlichte Umkehr der Vorfahrtsregelung reicht nicht aus“, erklärt Denstorff. Parallel soll ein Konzept erarbeitet werden, dass für die übrigen Querungsstellen wie zum Beispiel Aegidiistraße und Gerichtsstraße Lösungen aufzeigt. Auch Brücken oder Unterführungen wie am Mauritztor sind durchaus denkbar.

Münsterland: Familienfreundliche Fahrradregion Im Wettbewerb um die Fahrradregion des Jahres belegt das Münsterland den dritten Rang in der Kategorie „Familie“. Bernadette Spinnen, Leiterin von Münster Marketing, führt das gute Ergebnis auch auf das beeindruckende Radwegenetz zurück. „Familien sind sehr anspruchsvoll im Hinblick auf Komfort und ungestörtes Radfahren – auf den 4500 Kilometer langen Radwegen in Münster und im Münsterland kommen sie voll auf ihre Kosten. Alltagsmobilität per Fahrrad und Freizeitradler genießen in unserer Stadt daher gleichermaßen einen hohen Stellenwert und das Fahrrad verbindet Münster und das Münsterland in besonderer Weise.“