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Freitag, August 12, 2022

Ölpest in Spanien: Behörden schuld am „Prestige“-Debakel

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Der mit 77.000 Tonnen Schweröl beladene Tanker "Prestige" war am 13. November 2002 vor der spanischen Atlantikküste leckgeschlagen und in Seenot geraten.

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Die Schifffahrtsbehörden des Verkehrsministeriums ordneten an, das Schiff auf das offene Meer hinausschleppen zu lassen.

Dort zerbrach die Prestige sechs Tage später in zwei Teile und sank. Tausende Kilometer Küste in Spanien, Portugal und Frankreich wurden von Ölschlamm verseucht.

Ein Berufungsgericht in La Coruña ordnete nun die Einleitung eines Verfahrens gegen den damaligen Chef der Schifffahrtsbehörden an.

Die Richter hoben damit eine Entscheidung der Ermittlungsrichterin Carmen Veiras auf, die das Verkehrsministerium im März von einer Mitschuld freigesprochen hatte. Veiras hatte die Entscheidung der Behörden als "klug und vernünftig" bezeichnet.

Das Berufungsgericht wies diese Einschätzung zurück und ordnete an, den damaligen Behördenchef wegen des Verdachts einer "schweren kriminellen Fahrlässigkeit" zur Verantwortung zu ziehen.

Wegen der Prestige-Katastrophe ermittelt die spanische Justiz noch gegen drei Besatzungsmitglieder des Tankers.

Dabei handelt es sich um den griechischen Kapitän Apostolos Mangouras, den ebenfalls aus Griechenland stammende Maschinisten und den philippinischen Ersten Offizier.

Vor einem Gericht in New York ist ein zweites Verfahren wegen der Prestige-Katastrophe anhängig. Dort hatte der spanische Staat einen Schadenersatz von einer Milliarde Dollar (735 Millionen Euro) von einem US-Unternehmen verlangt, das dem Tanker die Seetüchtigkeit bescheinigt hatte (SAZ, dpa).

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Foto: Wikipedia

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