Nach dem Unwetter Heizöltanks kontrollieren um böse Überraschungen im Winter zu vermeiden

Auch wenn viele Keller zwei Wochen nach dem Rekord-Regen abgetrocknet sind, der Unwettereinsatz der städtischen Gewässerschützer ist noch längst nicht vorbei. Insgesamt hat das Amt für Grünflächen und Umweltschutz bisher mehr als 100 Heizölanlagen auf Austrittsschäden kontrolliert.

Viele Einsätze verlangten den Einsatz einer Ölwehr. Sie pumpte Dieselbenzin und Heizöl in den Untergeschossen, Kellern und Tiefgaragen ab, um Grundwasserschäden vorzubeugen. In Münster-Coerde wurden  Verunreinigungen  auf einem  Gewässer, das in die Aa mündet, mit einer Ölsperre gebunden.  Besonders im nördlichen Stadtgebiet –  Kanalstraße, Coerde, Kinderhaus – werden viele Einsatzstellen in den kommenden Wochen noch in der Nachsorge des Amtes bleiben.

Eine fachgerechte Kontrolle empfiehlt das Umweltamt allen Hausbesitzern, deren Tanks in Räumen mit Wasserschäden standen.  „Auch wenn die Anlage auf den ersten Blick dicht geblieben ist und sich keine Ölspuren abzeichnen, können Rohrleitungen und Rohrverbindungen defekt sein“, warnt Eric Biebert vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz. Für Schäden reiche es manchmal aus, dass ein Heizöltank – zum Beispiel durch Wasserdruck – seine Lage verändere. Wer also zum Beginn der Heizperiode im Herbst keine böse Überraschung erleben will, sollte seine Lageranlagen  durch eine Fachfirma checken lassen. Und das, ehe sie vor dem Winter wieder neu befüllt werden.

Strenger sind die Kontrollen für Anlagen in Wasserschutzgebieten und bei Anlagen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 10 000 Litern. Hier darf nur ein wasserrechtlich zugelassener Betrieb die Wartung vornehmen. Fragen zum Thema und Hinweise auf Ölwehren und Fachbetriebe gibt es unter Telefon 0251 4 92 67 82.

Fotos:
Ölsperren am Nerzweg binden Verunreinigungen. Foto: Stadt Münster

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