Münsteraner bleibt bitte gelassen appeliert Markus Lewe

Oberbürgermeister Markus Lewe verschafft sich einen Überblick im Hamburger Tunnel

Oberbürgermeister Markus Lewe verschafft sich einen Überblick im Hamburger Tunnel

Der Hamburger Tunnel ist zurzeit ein echtes Streitthema für Münsteraner und Reisende. Durch den Umbau und Abriss des Empfangsgebäudes des Hauptbahnhofs wurde die Notlösung der Wegumleitung über den Hamburger Tunnel erforderlich. Dennoch, der Tunnel wird nur zu einem Teil durch Reisende genutzt, der andere Teil sind Anwohner und Pendler, die größtenteils mit ihrem Fahrrad diesen Weg wählen.

Leider hat sich in den letzten Tagen eine harmonische Nutzung durch beide Gruppen nicht durchgängig gezeigt. Fußgänger und Radfahrer benehmen sich teilweise sehr Rücksichtslos gegenüber ihren Mitmenschen und das führt unweigerlich zu Streitigkeiten in der nur 8 Meter breiten „Gasse“ durch die täglich ca. 60.000 Personen pendeln.
Oberbürgermeister Markus Lewe, selbst überzeugter Fahrradfahrer und Fußgänger, möchte nicht warten bis das „Kind in den Brunnen gefallen ist“ und es zu einer handfesten Auseinandersetzung oder sogar zu einem Unfall kommt. Daher ist er am heutigen Freitag mit einem Team von Fachleuten der Stadt am Ort des Geschehens erschienen, um sich ein eigenes Bild der Situation machen zu können.

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Verkehrsexperten der Stadt Münster im Gespräch mit einem Ratsmitglied.

Werner Schulik ist Fachstellenleiter der Straßenverkehrsbehörde und wünscht sich eine nach und nach einpendelnde Gewöhnung der Verkehrsteilnehmer ohne weitere Regelungen erlassen zu müssen. Er weiß, „Ein System funktioniert immer besser, je weniger Reglementierung gebraucht wird und die Münsteraner(innen) sind durchaus in der Lage, diese zeitlich begrenzte Ausnahmesituation zu meistern.“

„Wir werden versuchen, dies Provisorium verträglicher zu gestalten und für alle begreifbarer zu machen, dazu haben wir folgende Überlegungen angestellt“, erklärte Oberbürgermeister Markus Lewe heute den Medienvertretern.

1. Es muss den Verkehrsteilnehmern klar werden, dass es sich hier um einen Fußweg handelt, den Radfahrer mitbenutzen dürfen. Im Zweifelsfall müssen Radfahrer sich den Fußgängern unterordnen und notfalls sogar das Fahrrad schieben. (Klingelnde Radfahrer sind ein absolutes NO GO!)
2. Es wird mit Plakaten, Schildern und Personalkräften auf alternative Wege hingewiesen. So ist der Weg über die Wolbecker- und die Salzstraße ebenso lang wie der Weg über die Windthorst- und die Ludgeriestraße.
Auch Markus Lewe zeigt viel Vertrauen in die Ausnahmengewohnten Münsteranerinnen und Münsteraner, die auch in der Vergangenheit immer wieder bewiesen haben, dass sie mit besonderen Situationen gut umgehen können.

Anm. d. Redaktion
„Auch im Jahr 2015 sollten wir Münsteraner(innen) am Projekt „Toleranz für Mitmenschen“ arbeiten und versuchen eine Umgebung für uns und unsere Mitmenschen zu schaffen, die dem Münsterfeeling das zurückgibt, was sie zur „Lebenswertesten Stadt der Welt“ gemacht hat.
– Gelassenheit und Freude am Leben, auch den Anderen gegenüber -“