Gerücht hält Polizei in Atem

Es war nur eine Frage der Zeit, dass Gerüchte aufkommen, die die “Willkommenskultur” in “Panikmache” umkehren. So leider jetzt geschehen in Greven.

Am Samstagnachmittag wurde die Leitstelle der Polizei darüber informiert, dass sich angeblich zwei etwa 13-jährige Mädchen nach einer Vergewaltigung durch einen Flüchtling im Grevener Krankenhaus zur Behandlung befinden sollen. Die Hinweisgeberin erklärte, sie habe ihre Information von einer OP-Schwester erhalten, der man auferlegt habe, über diesen Vorfall zu schweigen.

Umfangreiche Ermittlungen der Polizei in Krankenhäusern und die Befragung mehrerer, an der Verbreitung dieser Nachricht beteiligter Personen, haben eindeutig zutage geführt, dass es sich bei dem geschilderten Sachverhalt um eine Falschmeldung handelte.

Bei den Ermittlungen und Befragungen der verschiedenen Personen, zum Teil auch durch Beamte einer benachbarten Kreispolizeibehörde, waren acht Beamte eingesetzt und für insgesamt 17 Stunden gebunden.

Die Kreispolizeibehörde bittet alle Bürgerinnen und Bürger derartige Sachverhalte umgehend bei der Polizei anzuzeigen. Berichte von Dritten (möglicherweise Gerüchte) sollten nicht leichtfertigt weitergegeben werden, ohne deren Wahrheitsgehalt hinterfragt zu haben.